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Reichshallen-Brache : Pläne für ein Ärztehaus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Investorengruppe aus Neumünster wartet noch auf die Baugenehmigung.

von
erstellt am 03.Dez.2016 | 18:00 Uhr

Neumünster | Gut 20 Jahre nach dem Brand und Abriss der früheren „Reichshalle“ hat eine Investorengruppe aus Neumünster auf der Brachfläche an der Ecke Altonaer Straße/Propstenstraße den Keim für ein Bauprojekt gelegt. Sie plant hier den Neubau eines Ärzte- und Geschäftshauses.

Das bestätigte Ute Spieler, die Leiterin des Fachdienstes Stadtplanung, am Donnerstag auf der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses. Sie ließ auch noch einmal die Geschichte Revue passieren.

Die ehemalige Gaststätte mit Saalbetrieb und Kegelbahn wurde bis 1986 betrieben, als die Besitzerin Käte Lindemann starb. Ein Nachfolger scheiterte, ebenso der Versuch, ein „Culturcentrum“ zu etablieren. Seit 1993 stand das Gebäude leer. Am 29. Mai 1996 wurde die Reichshalle durch einen Brand weitgehend zerstört und danach bis auf einen kleinen Trakt abgerissen.

„Erfreulich, dass es jetzt nach so vielen Jahren eine Investorengruppe gibt, die einen Neubau plant. Das passt wunderbar in die Umgebung“, sagte Ute Spieler. Eine Ende 2015 gestellte Bauvoranfrage sei Anfang 2016 positiv beschieden worden. Der Bauantrag ist gestellt, es gibt aber noch keine Baugenehmigung, erfuhr CDU-Ratsfrau Helga Bühse von Ute Spieler.

Die Neumünsteraner Investorengruppe will erst an die Öffentlichkeit treten, wenn die Baugenehmigung erteilt ist. Einige Grundzüge der Planung konnte Ute Spieler aber doch auch im öffentlichen Teil der Sitzung mitteilen.

Es gibt in dem Gebiet keinen Bebauungsplan, der Flächennutzungsplan weist es als gemischte Fläche aus. „Planungsrechtlich ist an der Altonaer Straße Viergeschossigkeit gegeben“, sagte sie. Die Investoren planten drei Vollgeschosse und ein eingerücktes Staffelgeschoss. „Zur Propstenstraße hin treppt sich das ab“, sagte Ute Spieler.

Es gab auch kritische Stimmen. SPD-Ratsfrau Franka Dannheiser zeigte sich zwar erfreut, „dass etwas passiert“, sagte aber auch: „Das Gebäude passt da viergeschossig nicht hin. Das ist schon ein Klotz an der Stelle.“ Helga Bühse fühlte sich an eine ähnliche Debatte zur Hanssenstraße/Plöner Straße erinnert. „Hauptbezugspunkt ist die Altonaer Straße, nicht die Propstenstraße“, betonte Helga Bühse: „So ein Gebäude ist schon attraktiv. Mir gefällt es.“

Auch Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras griff in die Debatte ein. „An meinem Tisch fanden mehrere Gespräche mit den Investoren statt, die durchaus noch anderes vorhatten. Das ist das Ergebnis eines Kompromisses“, sagte der Verwaltungschef.

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