Tierpark-Nachwuchs : Pinguin-Küken sind jetzt wasserfest

Das Humboldt-Pinguin-Küken „No. 1“ hat ordentlich zugelegt: Ines Petersen, Leiterin des Reviers 1 und zuständige Tierpflegerin, hält den propperen Nachwuchs auf den Händen.
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Das Humboldt-Pinguin-Küken „No. 1“ hat ordentlich zugelegt: Ines Petersen, Leiterin des Reviers 1 und zuständige Tierpflegerin, hält den propperen Nachwuchs auf den Händen.

Zwei kleine Humboldt-Pinguine sind über den Berg / Bei den Seehunden gibt’s ebenfalls zweimal gesunden Nachwuchs

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17. Juli 2015, 12:00 Uhr

Neumünster | Was für ein süßer Wonneproppen: Gestern präsentierte sich das Humboldtpinguin-Küken „No. 1“ quietschfidel und mit einer ordentlichen Portion Babyspeck auf den Rippen. Die Revierleiterin Ines Petersen hatte Mühe, das etwa vier Kilo schwere Jungtier auf dem Arm zu halten, denn nach wenigen Minuten strampelte es ordentlich. Dann ging es ins Wasser: Pinguin-Küken müssen nach der ersten Mauser das Schwimmen lernen. Mit dabei war auch das Küken „No. 2“.

Geschlüpft waren die Jungpinguine am 7. und 9. März, und die Aufzucht war nicht ganz einfach: „Wir haben ein schwules Pinguin-Pärchen, das hat sich immer mit in die Bruthöhle gedrängelt. Da gab es Krach“, erzählt Tierheim-Chefin Verena Kaspari schmunzelnd. Um die Küken, die das Paar „bevatern“ wollte, abzuschirmen, wurde kurzerhand der Eingang dicht gemacht; die Tierpfleger fütterten die Küken durch eine andere Öffnung. „Sie haben sich sehr prächtig entwickelt und haben jetzt die erste Mauser hinter sich. Ein paar Daunenflusen hängen noch am Kopf, deswegen sehen sie aus wie Löwen“, erklärte Verena Kaspari. Wie viele Küken insgesamt heranwachsen, verriet sie gestern immer noch nicht. „Pinguin-Küken sind extrem anfällig, wir warten noch ab.“ „No. 1“ heißt jetzt „Larissa“ – gestern taufte Patin Bettina Seitz aus Neumünster das Küken. „Wir wissen noch nicht, ob Larissa wirklich ein Weibchen ist, da hoffen wir drauf“, sagte die 47-Jährige.

Larissa und „No. 2“ haben erst in dieser Woche Bekanntschaft mit Wasser gemacht, erklärte Ines Petersen, die täglich die Wathose anzieht und zur Schwimmtrainerin wird. Vor der Mauser würden die Küken untergehen, weil sich ihr Daunenkleid vollgesogen hätte. „Als sie das erste Mal ihre Füße im Wasser hatten, fanden sie das total doof. Jetzt geht Schwimmen und Tauchen schon, aber das Fressen unter Wasser üben wir noch“, sagt die Tierpflegerin.

Von einem weiteren Nachwuchs gleich nebenan ist zurzeit mit Glück der halbe Kopf zu sehen: Die Seehund-Weibchen Lotte (11) und Eike (25) warfen am Montag und Mittwoch je ein Junges – vermutlich Weibchen. Vater ist Bonny (35), der einzige Seehund-Rüde des Tierparks. „Die Mütter verteidigen ihre Jungen, da hat er nichts zu lachen“, erklärte Verena Kaspari. Mütter und Junge schwimmen Seite an Seite durchs Becken: „Beide Jungen haben schon getrunken. Gesäugt wird nur etwa sechs bis acht Wochen, denn Seehunde haben die fettreichste Milch aller Säugetiere“, erklärt die Tierpark-Leiterin.

Ein Film über die Pinguine ist voraussichtlich am Montag um 17.30 Uhr in „Sat 1 Regional“ zu sehen und online: www.sat1regional.de.

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