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Wanderung nach Paris : Pilgern für mehr Klimagerechtigkeit

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Wochenende machte die Gruppe Halt im Dosenmoor. Neumünsteraner begleiteten die Wanderer ein Stück des Weges, der nach Paris führt.

Neumünster | Erklärtes Ziel: Die Weltklimakonferenz am 29. November in Paris. Auf Initiative von Landeskirchen, Diözesen, christlichen Entwicklungsdiensten, Missionswerken und Jugendverbänden starteten Menschen aus ganz Deutschland am 13. September, um den knapp 1500 Kilometer langen „ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“ zu beschreiten und so auf den drohenden Klimawandel aufmerksam zu machen. Am Sonnabend traf die Pilgergruppe, die morgens in Nortorf gestartet war, im Dosenmoor ein.

Ein wenig erschöpft, aber voller Freude berichteten die Pilger von ihren Eindrücken während der Tour. „Man trifft tolle Menschen, es entwickeln sich interessante Gespräche und die Erfahrung, ruhig und mit offenen Sinnen durch die Natur zu wandern, ist ein ganz besonderes Erlebnis“, sagte Heike Mehrens aus Bonn. Die 50-Jährige ist bereits seit Flensburg mit dabei. „Jeden Tag legen wir 20 bis 25 Kilometer zurück, schlafen abends in Gemeindehäusern und bekommen nebenbei ein tolles Begleitprogramm geboten“, sagte die Bonnerin.

Im Info-Zentrum Dosenmoor informierte Helmut Nickel die Pilger über Hochmoore als natürliche Kohlendioxidspeicher. Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger und Propst Stefan Block sprachen den Pilgern ihre Hochachtung aus und freuten sich über deren Engagement. In seiner kurzen Ansprache unterstrich Block die Bedrohung des Klimawandels für die Menschen außerhalb Europas. „Von unseren Partnerkirchen in Tansania erfahren wir hautnah, was es bedeutet, unter extremer Dürre zu leiden“, sagte der Propst.

Auch der katholische Dechant Peter Wohs, der die Pilger von Nortorf nach Neumünster begleitet hatte, betonte die große Verantwortung für das Klima. In seinem Gemeindehaus haben die Pilger am Wochenende übernachtet. Ehrenamtliche der Gemeinde St. Maria-St. Vicelin kochten Suppe, und die lutherische Johanniskirchengemeinde steuerte den Nachtisch bei. Für das reichhaltige Buffet im Info-Zentrum Dosenmoor hatte ein Team der Neuapostolische Kirche Neumünster gesorgt.

„Toll“, meinte Silke Leng, „das nenne ich echte Ökumene“. Die Diakonin des Kirchenkreises Altholstein hatte den Ablauf der verschiedenen Aktionen in Neumünster organisiert. Denn nach der Kaffeepause ging es zu Fuß weiter zu einem kleinen Fest am Eduard-Müller-Haus. Neumünsteraner, unter ihnen Propst Block und Stadtkämmerer Oliver Dörflinger, schlossen sich den Pilgern an.

Informationen zum ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit gibt es unter: www.klimapilgern.de.

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erstellt am 22.Sep.2015 | 08:00 Uhr

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