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Holsteinischer Courier

20. Oktober 2017 | 18:39 Uhr

Bordesholm : Pflegeforum wird geplant

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ministerin Kristin Alheit nahm an einer Diskussionsrunde in Dat ole Raathus teil. Es mangelt an Fachkräften.

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2014 | 07:45 Uhr

Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) findet, dass Bordesholm in Sachen Pflege gut aufgestellt ist. Die Ministerin war auf Einladung des SPD-Ortsvereins bei einer Diskussion in der Tagespflegeeinrichtung Dat ole Raathus zu Gast.

„Ich möchte zum Thema Impulse geben“, sagte die Ministerin den 30 Zuhörern. Dazu gehörte unter anderem die Anregung zur Schaffung von sozialen Netzwerken, Stärkung des Ehrenamtes sowie der Nachbarschaftshilfe und die Bildung eines runden Tisches. Dabei müsse stets der Mensch im Mittelpunkt stehen. Ziel der gemeinsamen Anstrengungen könne es nach Aussage der Sozialdemokratin nur sein, Pflegebedürftigen eine Lebensqualität zu bieten, die ihnen eine möglichst hohen Grad an Selbstständigkeit ermöglicht. In diesem Zusammenhang sprach Kristin Alheit auch die Bereitschaft an, offen für neue Wohnmodelle, wie zum Beispiel Wohngemeinschaften für Ältere, zu sein. Bordesholm sieht die Ministerin gut aufgestellt, um die Herausforderungen des demografischen Wandels annehmen zu können, und das auf der ehrenamtlichen und auf der hauptamtlichen Ebene. Carsten Kähler von der Pflegeinitiative Nord, Monika Schneider von der Pflegediakonie Altholstein, der Allgemeinmediziner Wolf-Rainer Wolfers und Bärbel Böttger, Leiterin der Hospizgruppe Bordesholm-Wattenbek legten die Leistungen in Bordesholm dar. Allerdings gibt es einen Fachkräftemangel, wie Carsten Kähler betonte. Auch Monika Schneider klagte, dass Fachpersonal nicht mehr zu bekommen sei. „Die Bezahlung und die Geringschätzung der Arbeit sind Probleme“, sagte sie. So zahlen Autofahrer für eine Werkstattstunde locker und ohne zu murren 50 Euro und mehr, während Pflegekräfte je nach Qualifikation mit einen Stundensatz von 14,80 bis 19 Euro leben müssen.

Bei der abschließenden Aussprache setzte sich der Vorschlag von Roswitha Rudolf-Schwarz, Betreiberin der Tagespflegeeinrichtung Dat ole Raathus, durch, ein Pflegeforum zum Handlungsfeld Älterwerden unter dem Dach der gemeindlichen Sozialberatung ins Leben zu rufen.





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