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Kreuzgemeinde : Pflanzenflohmarkt wird immer beliebter

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zur vierten Auflage der Veranstaltung kamen 700 Besucher auf das Gelände am Prehnsfelder Weg – rund doppelt so viele wie im Vorjahr.

Neumünster | Der Pflanzenflohmarkt der Kreuzgemeinde zu Neumünster mausert sich zu einer großen Veranstaltung: Zur vierten Auflage kamen am Sonnabend gut 700 Besucher auf das Gelände am Prehnsfelder Weg 1, um bei den etwa 70 Anbietern frisches Grün für Beete, Balkone und Fensterbänke zu kaufen.

„Besonders am Vormittag brummte es hier richtig. Der Pflanzenflohmarkt kommt sehr gut an. Im vergangenen Jahr waren hier etwa halb so viele Besucher und Stände. Das liegt sicher auch an der familiären Atmosphäre, die hier herrscht“, schilderte die Mitorganisatorin Anita Bagunk. „Wir wollen ein niederschwelliges Angebot machen, damit die Leute unsere Gemeinde kennen lernen“, erklärte sie weiter.

Blumen und Kräuter, Gartengeräte und Töpfe, Gemüsepflanzen oder Gartenprodukte wie Honig und Marmeladen haben die Hobbygärtner aus dem heimischen Garten mitgebracht. Das Ehepaar Renate (66) und Karl-Heinz Kröger (77) aus Daldorf hat sich und seine zahlreichen Gemüsepflänzchen unter einem Schirm vor den Regenschauern geschützt. Sie waren zum ersten Mal bei dem Flohmarkt und hatten Zöglinge für eine bunte Gemüsepfanne im Angebot: Rote Beete, Gurken, Tomaten Kohlrabi, Kürbisse und Paprika füllten den Tisch. „Es läuft prima. Besonders die Tomaten- und Gurkenpflanzen gehen gut weg“, meinte die Rentnerin. Ihre Hobbygärtnerei betreiben die Daldorfer seit zehn Jahren, wie Karl-Heinz Kröger erzählte: „ Früher hatten wir eine Zimmerei. Aber im Garten kann ich mich herrlich erholen.“

Katja Sievert betreute einen von zwei Tischen der Kreuzgemeinde. „Bei mir gibt es Kräuter, Stiefmütterchen, Petunien und Margeriten. Teilweise haben Gemeindemitglieder die Blumen aus ihren Gärten mitgebracht, aber auch Gärtnereien haben uns Pflanzen gespendet“, sagte Katja Sievert. Der Erlös sowie die Einnahmen aus dem reichhaltigen Kuchenbüffet geht in die Instandhaltung des Kirchengebäudes.

Zusätzlich zum Flohmarkt gab es einen Fachvortrag von Meinolf Hammerschmidt (72) über den Erhalt alter Obstsorten. „Einen Vortrag haben wir immer im Programm, um darauf hinzuweisen, was durch uns Menschen schief läuft in der Natur“, erklärte Anita Bagunk weiter.

Von dem Obstbaukundler – im Fachjargon „Pomologe“ – erfuhren die Zuhörer im zum Café umfunktionierten Gebetssaal zum Beispiel, dass der Urapfel aus Zentralasien stammt und der Borsdorfer Apfel schon im Mittelalter genossen wurde. „Meine Lieblingssorte ist der Grafensteiner, der ist saftig, duftig wie eine Rose und süß-säuerlich“, sagte der ehemalige Lehrer aus Sörup.

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