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Holsteiner Körung : Pferdevirus liegt in der Familie

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Inken Timm aus Boostedt ist seit 45 Jahren stets in den Holstenhallen dabei.

Neumünster | Für Inken Timm gehört die Holsteiner Körung so wie Weihnachten und Ostern zu den festen Terminen im Kalender. Als Tochter des Tasdorfer Züchters Hans Helmut Sievers (79), der seit 45 Jahren bei jeder Körung dabei ist, wurde die heute 54-Jährige schon früh mit dem „Pferdevirus“ infiziert. „Bei uns zu Hause wurde immer über Pferde gesprochen. Deshalb kam ich überhaupt nicht drum herum, für dieses Thema ein Interesse zu entwickeln“, erzählt die heute in Boostedt ansässige Gastronomin.

Ihr erstes eigenes Pferd hat die gelernte Bankkauffrau im Alter von 19 Jahren gemeinsam mit ihrem Vater gekauft. „Wir hatten das Fohlen auf einer Prämierung gesehen und wollten es beide haben. Jeder zahlte also seinen Anteil. Auf der Heimfahrt gestanden wir uns dann, dass jeder für sich heimlich genug Geld mitgenommen hatte, um das Fohlen auch kaufen zu können, sollte der andere wider Erwarten abspringen. Aber so sind echte Pferdemenschen“, berichtet sie schmunzelnd.

Ihr nächstes Fohlen hat sie vier Jahre später von ihrem Hochzeitsgeld gekauft. Und seitdem seien immer Pferde zur Aufzucht in ihrem Besitz. „Mich begeistern Fohlen nach wie vor. Sie auf der Koppel zu beobachten und aufwachsen zu sehen, das ist einfach wunderbar. Dabei ist es für mich nicht wichtig, ob ein eigenes darunter ist. Aber natürlich freue ich mich, wenn es so ist“, erklärt Inken Timm.

Bei der Auswahl ihrer Schützlinge verlässt sich die Mutter von zwei erwachsenen Kindern übrigens nicht ausschließlich auf die Abstammung. „Wichtiger sind mir fließende Bewegungen und eine gute, starke Ausstrahlung“, sagt die große Schwester des erfolgreichen Züchters Harm Sievers (52), der das väterliche Gestüt weiterführt.

Geradezu ins Schwärmen gerät Inken Timm, wenn es um ihre vierjährige Stute Corvia (von Cormint) geht, die in diesem Jahr in der Riege der Elite-Reitpferde-Auktion steht. „Sie war schon ein tolles Fohlen und hat sich prächtig entwickelt. Corvia ist einfach ein tolles, sympathisches Pferd. Es fällt mir schwer, mich von ihr zu trennen. Deshalb bin ich wegen der Auktion auch viel aufgeregter als sonst“, sagt sie stolz.

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