Jubiläum bei den Wikingern : Pfadfinder feierten ihren 90. Geburtstag

Ulrike Umlandt (von links), Thomas Kramer, Juliane Möbius und Svante Bornhöft organisieren viel bei den Pfadfindern.
Foto:
Ulrike Umlandt (von links), Thomas Kramer, Juliane Möbius und Svante Bornhöft organisieren viel bei den Pfadfindern.

Nach einem Gottesdienst konnten die Pfadfinder viel über die Geschichte und Traditionen des Stammes lernen.

shz.de von
08. Januar 2018, 13:00 Uhr

Neumünster | 90 Jahre gibt es nun schon den Pfadfinder-Stamm der Wikinger. Am Wochenende feierte er seinen Geburtstag in der Andreasgemeinde. „Warum wir Wikinger heißen, weiß von uns eigentlich niemand. Vielleicht einfach, weil wir hier im Norden sind“, überlegte die Stammesleiterin Ulrike Umlandt.

Nach einem Gottesdienst konnten sich die Pfadfinder an einem Buffet stärken und während einer Power-Point-Präsentation viel über die Geschichte und Traditionen des Stammes lernen. Auch ein Lagerfeuer wartete draußen vor der Gemeinde.

Der Stamm der Wikinger ist in verschiedenen Gruppen aktiv, wie den Seeadlern, Fischottern oder Feuersalamandern. Sie gehören zum Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP), dem evangelischen Pfadfinderverband in Deutschland. „Doch wir gehören keiner festen Gemeinde an. Wir sind sozusagen frei, und auch Andersgläubige dürfen bei uns mitmachen“, betonte Ulrike Umlandt.

Darüber, dass es den Pfadfinder-Stamm noch gibt, freut sie sich ganz besonders. „Vor zehn Jahren waren wir kurz vor dem Aus.“ Die Pfadfinder hatten zu dem Zeitpunkt nur fünf aktive Mitglieder. Das reichte nicht aus, um die vielen Aktivitäten am Leben zu erhalten. Doch der Stamm konnte sich wieder erholen und zählt nun 72 Teilnehmer, davon rund 40 Aktive. „Besonders toll finde ich an den Pfadfindern, dass man machen kann, was man möchte“, erzählte Ulrike Umlandt. Feuer anzünden, reisen, die Gruppenspiele und einfach das Beisammensein schätzen die „Pfadis“ sehr. „Ich habe während meiner Zeit als Pfadfinder eine Menge gelernt. Beispielsweise fällt es mir jetzt leichter, Dinge zu organisieren.“ Auch Selbstbewusstsein zu erlangen und Verantwortung zu übernehmen, lernen die Pfadfinder ganz nebenbei in ihrem Alltag.

Für das neue Jahr wünscht sich die Leiterin viele tolle Ausflüge und vor allem noch mehr Mitglieder, denn besonders bei den Jugendlichen fehlt ein Gruppenleiter.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen