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Kirchentag : Pfadfinder als fleißige Helfer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

75 christliche Pfadfinder aus Neumünster und Rickling waren auf dem Kirchentag / Höhepunkt war die Teilnahme am Abschlussgottesdienst

Neumünster | Das waren erlebnisreiche Tage: Fast 700 Pfadfinder aus ganz Deutschland machten sich auf den Weg zum Kirchentag, der in Berlin, Wittenberg, Leipzig und an anderen Orten um die Lutherstadt mit Konzerten, Diskussionen und einem großen Abschlussgottesdienst in Wittenberg gefeiert wurde. Mitten in den Massen waren auch 75 Pfadfinder im Alter von 15 bis 75 Jahren aus den Gemeinden Anschar, Boostedt, Bugenhagen, Gadeland, Rickling, Vicelin und Wittorf. Sie wurden als Helfer eingesetzt. Pastor Ole Kosian von der Kirchengemeinde Gadeland berichtete gestern nach einem kurzen Ausschlafen von den vielen Eindrücken.

Die Einsatzgebiete waren ganz unterschiedlich: Die etwas erfahreneren wie Marcel Jürgens (21) aus Gadeland, der bereits zum vierten Mal an einem Kirchentag teilnahm, waren als Hallenleiter eingesetzt. Diese kümmerten sich komplett um einen Veranstaltungsort wie das Poege-Haus in Leipzig. Dort fanden Gesprächsrunden, Diskussionen und Bibelarbeiten statt. „Ein paar mehr Menschen hätten es schon sein können, das ist schade für die ganzen Mühen und Vorarbeiten. Trotzdem ist es schön, immer wieder mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“, sagte Marcel.

Das war auch der Grundtenor bei vielen Pfadfindern. „Es macht viel Spaß zu helfen, aber zwischendurch passiert halt nicht viel“, sagt Tjard Tensfeldt (15) aus Gadeland, zum ersten Mal dabei. Er hatte die Aufgabe, Menschen mit Behinderung bei Kanu- und Bootsfahrten zu helfen. Andere Pfadfinder kümmerten sich um den Müll, die Lager, die Versorgung der Pfadfinder in den Schulen, in denen übernachtet wurde. Besonders wichtig war bei dem heißen Wetter die Versorgung diverser Stationen mit Wasser. Auch plötzlich Erkrankte wurden zum Arzt gefahren – notfalls vier Stunden lang. Oder es wurden Schokoriegel verteilt, um die Leute bei Laune zu halten.

„Das war endlich wieder Kirchentagsfeeling“, sagte – gestresst, schweißgebadet, aber fröhlich – Christoph Voss (19) aus Gadeland, der seinen dritten Kirchentag erlebte, am Sonntag in Wittenberg auf dem Abschlussgottesdienst. Nach dreistündiger Busfahrt ging es bei über 30 Grad im Schatten dorthin. Tausende Menschen wollten diverse Shuttlebusse nutzen. Auch hier halfen Pfadfinder, den richtigen Weg zu weisen. „Es ist toll, wie dankbar so viele Menschen sind“, fasst Stine Tensfeldt (17, erster Kirchentag, Gadeland) ihre Erlebnisse von Wittenberg zusammen.

„Leipzig war eine nette Erfahrung, aber doch anders als andere Kirchentage. Wittenberg war schön. Das war wieder mehr wie ein richtiger Kirchentag. In zwei Jahren in Dortmund bin ich gerne wieder dabei“, resümierte Steffen Rettig (35) aus Gadeland beim Warten auf den Bus. „Ich habe beim Quartiersmanagement geholfen, vielen bei der Orientierung geholfen, wann wo welcher Bus abfährt. Obama konnte ich nicht sehen, weil ich in Schichten gearbeitet habe. Aber einen Gebärdenchor und mehrere Konzerte habe ich gesehen. In Leipzig wurden wir oft angesprochen, wer wir Pfadfinder sind. Mir hat’s Spaß gemacht, ich bin nächstes Mal wieder dabei“, fasste Raphael May (18) aus Groß Kummerfeld vom „Weißkopf-Seeadler“-Stamm seine Eindrücke zusammen. Er war mit seinem Bruder Marcel (20) von den Gadelander Pfadfindern dort.

Um 4.30 Uhr am Montagmorgen erreichte der Bus Gadeland, so Pastor Ole Kosian. Für viele ging es direkt ins Bett, manche schrieben noch am selben Tag Klausuren oder gingen gleich wieder zur Arbeit – aber die Eindrücke vom Kirchentag werden bei allen noch lange nachwirken.

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erstellt am 30.Mai.2017 | 08:45 Uhr

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