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Holsteinischer Courier

23. November 2017 | 10:41 Uhr

Jubiläum : Pfade finden – Spuren hinterlassen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Seit 20 Jahren gibt es die Pfadfinder in Wittorf.

Neumünster | Mit einem Gottesdienst im Jurtendom, einer Baumpflanzaktion am Kirchturm und einem gemeinsamen Mittagessen im Zeltdom feierten die Pfadfinder der Johannes-Gemeinde ihr 20-jähriges Bestehen. Frei nach dem Motto des Gründers der Pfadfinderbewegung, Lord Robert Baden-Powell, „Ihr solltet euch immer auf euch selbst und nicht darauf verlassen, was andere für euch tun können“ hatten die Wittorfer Pfadfinder alles selbst organisiert und aufgebaut.

Allein 30 der insgesamt 80 Mitglieder fügten am Sonnabend in sechs Stunden die vier Jurten zu einem imposanten Dom zusammen, dekorierten den „Altar“, hängten Marmeladengläser mit Teelichten als Leuchter auf, funktionierten eine Jurtenstange mit einem Birkenast zum Kreuz um und erschufen so eine ganz besondere Atmosphäre für ihren Jubiläumsgottesdienst. Auch der Gottesdienst lag ganz in der Verantwortung der Pfadfinder rund um ihren hauptamtlichen Stammesleiter Benedikt Merk.

Statt eines Orgelvorspiels stimmten die 170 Besucher, unter ihnen Vertreter der befreundeten Stämme aus Anschar-Bönebüttel-Husberg, Gadeland, Halstenbek und Bugenhagen, im voll besetzten Jurtendom „Gott ist Liebe“ zu den Klängen einer Gitarre an. Bis auf die Predigt sowie die Aufrufe zum Vaterunser und zum Glaubensbekenntnis, die Pastor Michael Marwedel übernahm, gestalteten die Pfadfinder alles selbst. Sie sprachen die Fürbitte, ernannten ihren jahrelangen Unterstützer Carsten Terhorn zum Ehrenpfadfinder und nahmen den kleinen „Wildschweinen“ zur Aufnahme in den Stamm das Pfadfinderversprechen ab.

Dieses Bekenntnis jedes Einzelnen zu den Idealen der Gruppe schweißt zusammen. Das war während des Gottesdienstes zu spüren, und das erfuhren die Besucher auch während der anschließenden Baumpflanz-Aktion am Kirchturm. Sofort packten die Pfadfinder mit an, als Gerd Riese von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) die Eberesche und die Mehlbeere einpflanzen wollte. Die SDW hatte das Jubiläum zum Anlass für eine Baum- und Geldspende zugunsten der Pfadfinder genommen. „Bäume haben eine besondere Bedeutung“, sagte Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger in ihren Grußworten. „Sie spenden Schutz, breiten die Arme aus und haben starke Wurzel – Eigenschaften, die man auch den Pfadfindern zusprechen kann“, führte die Geschäftsführerin der Schutzgemeinschaft aus.

Mit einem anschließenden gemeinsamen Mittagessen und Kaffeetrinken im Jurtendom klang die Jubiläumsveranstaltung am späten Nachmittag aus.

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