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Seniorenheim : Peter Harry Carstensen las Senioren vor

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Awo-Seniorenheim erzählte der ehemalige Landesvater Geschichten bekannter Autoren und über sein Leben.

shz.de von
erstellt am 04.Mär.2015 | 08:00 Uhr

Neumünster | Locker, herzlich und offen gab sich der ehemalige Ministerpräsident Peter Harry Carstensen gestern beim Besuch im Awo-Seniorenheim am Wasserturm. Mit Geschichten von Siegfried Lenz, Theodor Fontane und Klaus Groth, vor allem aber mit einigen „Döntsches“ aus seinem Leben unterhielt er die rund 50 Gäste über eine Stunde prächtig und erntete viele Lacher. Der Besuch stand unter der Überschrift „Mehr Zeit für die Pflege“, einer Aktion der Arbeiterwohlfahrt und des Sozialverbandes.

„Sie sind die Menschen, die nach dem Krieg viel für unser Land und die Gesellschaft getan und es wieder aufgebaut haben. Das kann sich die Jugend von heute gar nicht vorstellen“, begründete Carstensen sein ehrenamtliches Engagement. „Ich bin so glücklich, zur ersten Generation in Deutschland zu gehören, die keinen Krieg miterleben musste.“

Ein Bewohner freute sich besonders. Helmut Dierschauer (79) hatte Peter Harry Carstensen vor vier Jahren kennengelernt, als dieser bei einer Ausschuss-Sitzung im Servicehaus am Wasserturm war. Keck ging Dierschauer damals auf den Landesvater zu, begrüßte ihn mit den Worten: „Ich bin Helmut und so etwas wie das Maskottchen des Hauses.“ Carstensen erwiderte schlagfertig: „Und ich bin der Peter Harry. Dann lass uns doch gleich beim Du bleiben.“ Gestern begrüßte Carstensen seinen „Duzfreund“ entsprechend herzlich: „Mensch Helmut, wie geht es Dir?“

Mit der seit fast zwei Jahren laufenden Aktion „Mehr Zeit für Pflege“ macht sich die Arbeiterwohlfahrt in Schleswig-Holstein für eine verbesserte Vereinbarkeit von Pflege und Beruf stark. Neben prominenten Vorlesern haben die Initiatoren auch ehrenamtliche Unterstützer und Vorleser gewonnen, die regelmäßig die Einrichtung besuchen.

 

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