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Tierpark : Peter Drüwa geht in seinen dritten Ruhestand

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Verena Kaspari (35) bildet mit Viola Effenberger ab heute die neue Doppelspitze. Drüwa war 28 Jahre im Amt.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Neumünster | Im Tierpark weht ab heute ein frischer Wind. Verena Kaspari (35) übernimmt die Leitung von Dr. Peter Drüwa (68). Die Diplom-Biologin bildet künftig gemeinsam mit der Verwaltungsfachfrau Viola Effenberger eine Doppelspitze. Für Drüwa ist es der dritte Anlauf für einen Ruhestand. Schon zweimal hatte er einen Nachfolger präsentiert, beide Male scheiterte die Amtsübergabe aber.

Diesmal sind die Vorzeichen andere. Ein Jahr lang hat sich Verena Kaspari als Zooassistentin eingearbeitet. Sie hat nach und nach bereits Aufgaben übernommen und bringt aus ihren Tätigkeiten in den Zoos in Frankfurt und Karlsruhe sowie zuletzt im Bärenpark Bad Füssing Erfahrungen auf vielen Ebenen, unter anderem in der Zoopädagogik und Pressearbeit mit. „Mir war von Anfang an bewusst, auf was ich mich einlasse. Die Aufgabe hier ist genau das, was ich will“, sagt sie.

Auf dem Gelände an der Geerdtsstraße ist ihre Handschrift bereits erkennbar. Das Graffiti im Eisbärgehege, neue Tierbeschäftigungen in den Gehegen, ein intensiveres Tiertraining und vermehrte Kooperationen mit großen Geschäftspartnern wie dem Möbelhaus Ikea gehen auf ihre Initiative zurück. Und weitere Projekte sind in der Mache. Mit Nasenbären und Stabheuschrecken werden den Besuchern demnächst zwei neue Arten gezeigt. Zudem treibt die gebürtige Rheinland-Pfälzerin die Sanierung und Umgestaltung weiter voran. So werden mehrere Gehege-Dächer erneuert, das Schlangenhaus renoviert, die Handläufe im Park ausgetauscht und die Gartenanlagen neu gestaltet. „Der Bestand muss auf Vordermann gebracht werden“, sagt Kaspari, die jetzt Chefin von insgesamt 30 Mitarbeitern ist.

Für ihren Vorgänger bricht dagegen nach 28 Jahren an der Spitze des Tierparks eine neue Zeitrechnung an. Peter Drüwa will erstmal seinen Keller aufräumen. „Da hat sich in 40 Jahren Zoo-Karriere einiges angesammelt. Das muss ich jetzt sortieren und ausmisten“, sagt er. Mit Ehefrau Barbara soll es verstärkt auf Reisen gehen. Außerdem plant der gebürtige Niedersachse eine Chronik über den Tierpark und einen Leitfaden für die Tierpfleger-Ausbildung zu schreiben.

Drüwa volontierte nach dem Studium in Bonn im Frankfurter Zoo und promovierte dort über den südamerikanischen Waldhund. In Osnabrück wurde er anschließend Zooassistent und stellvertretender Direktor. 1986 wechselte er nach Neumünster. Ganz raus aus dem Geschäft ist er sowieso noch nicht: „Als Vorsitzender der Tierparkvereinigung schwebe ich über allen Entscheidungen nach wie vor drüber“, sagt er.

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