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Freiherr-vom-Stein-Schule : Persönlich gereift für die Chef-Rolle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Maike Schubert (50) ist seit Schuljahresbeginn neue Leiterin der Freiherr-vom-Stein-Schule. Die offizielle Amtseinführung ist am 12. Oktober

Neumünster | Maike Schubert ist gebürtige Neumünsteranerin und nicht nur als erfolgreiche Tennis-Spielerin bekannt. Auch beruflich machte sie jetzt einen Karriereschritt: Seit dem 1. September ist die 50-Jährige neue Leiterin an der Freiherr-vom-Stein-Schule. Offiziell in ihr Amt eingeführt wird die zweifache Mutter am 12. Oktober.

Der Schulleiterwahlausschuss der Ratsversammlung hatte sich bereits am 17. Juni für Maike Schubert ausgesprochen. Mit ihrer Beförderung zur Rektorin und Ernennung zur Schulleiterin endet eine lange Zeit der Vakanz. Seit dem Weggang von Lars Hansen im August 2014 hatte der stellvertretende Stein-Schulleiter Olaf Hubert die Gemeinschaftsschule an der Schillerstraße kommissarisch geleitet.

„Ich bin nie aus Neumünster weggezogen, habe immer hier gewohnt und meine Wurzeln“, sagt Maike Schubert. Beim Studium der Fächer Deutsch und Sport an der Pädagogischen Hochschule in Kiel war ihr noch offiziell vom Lehrerberuf abgeraten worden. „Ich habe das ausgesessen und die schlimme Zeit mit anderen Tätigkeiten überbrückt, unter anderem ehrenamtlich im Sport“, sagt Maike Schubert.

Erste berufliche Station nach dem Studium war eine Schwangerschaftsvertretung an der Gustav-Hansen-Schule. Anschließend arbeitete sie mit Schwerstmehrfachbehinderten an der Fröbelschule, dann im Hauptschulbereich der Realschule Hutzfeld. Alles untypisch für eine Realschullehrerin. „Aber ich habe viel gesehen, und das kommt mir jetzt zu Gute“, sagt sie.

An der Stein-Schule ist sie seit 2001. 2007 rückte sie als Koordinatorin für das gemeinsame Lernen in der Gemeinschaftsschule in die damals neu geschaffene mittlere Führungsebene vor. „Durch diese anspruchsvolle Aufgabe als didaktische Leiterin ist man dann persönlich gereift für die Chef-Rolle“, sagt Maike Schubert. Als Schulleiterin will sie den durch zahlreiche Schulpreise anerkannten Weg weiter gehen.

2014 rückte die Stein-Schule durch die Nominierung für den Deutschen Schulpreis unter die Top 15 der Schulen in der Republik. Sie ist auch Modell- und Referenzschule für digitales und ganztägiges Lernen. Dass die Anmeldezahlen im 5. Jahrgang zurückgegangen sind, liegt ihrer Meinung nach an der fehlenden gymnasialen Oberstufe und der Unsicherheit mancher Eltern im Umgang mit dem neuen Lernsystem. „Die Schüler geben selbst Weg und Lerntempo vor, werden dabei aber von starken Strukturierungselementen begleitet“, sagt Schubert. Der Lehrer werde dabei zum Lernbegleiter.

Gerade wegen dieses andersartigen Lernsystems genieße die Schule bei Schulpsychologen einen exzellenten Ruf und erfahre in den Stufen 7 bis 9 große Zuwächse. „Die Schülerzahl insgesamt ist nicht gesunken“, so Schubert. Einen Wunsch hat die neue Chefin von 587 Schülern, 48 Lehrern und 3 Pädagogen/Erziehern: „Wir benötigen dringend eine Veranstaltungs- und Sporthalle wie an der Kant-Schule.“

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