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„Jazz’n’Five“ im Schillers : Perfektion beim Weihnachtsjazz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

120 Besucher im ausverkauften „Schillers“ swingten mit „Jazz’n’Five“.

Neumünster | Drei Swing-Legenden der 30er- und 40er-Jahre des vorigen Jahrhunderts standen im Zentrum des Programms von „Jazz’n’Five“ am 1. Weihnachtsfeiertag im „Schillers“. Das Jazzkonzert an Weihnachten gehört zur Tradition des Jazzclubs und war zugleich der erfolgreiche Jahresabschluss 2015. Brad Mehldau, Tingvall Trio, Elisabeth Lohninger und Phishbacher waren nur einige der Höhepunkte des Jahres.

120 Besucher im ausverkauften Haus wollten „Jazz’n’Five“, die Band, die sich dem traditionellen Swing verschrieben hat und die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum feierte, sehen. Es war naheliegend, das Programm zu ihrem Jubiläum den Großen des Jazz zu widmen: „The Count, The Duk, The King“.

Bandleader Uwe Harm (Moderation und Gitarre), Melf Holmer (Trompete), Helmar Marczinski (Saxofon und Klarinette), Georg Schneider (Piano), Nils Conrad (Schlagzeug) und Kai Stemmler (Bass) begannen mit „Avalon“ von Benny Goodmann. Es folgten weitere Titel von ihm wie beispielsweise „The Sheik of Araby“, Moonglow“ und „China Boy“. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde deutlich, dass die beiden Bläser das musikalische Geschehen gekonnt diktierten. Die Jazzfreunde honorierten das von Anfang an mit Szenenapplaus. Aber auch die anderen Akteure bekamen ihren Freiraum für Soli. Bei „Sweet Sue“ konnte Nils Conrad beweisen, wie er seine Instrumente beherrschte. Beim letzten Stück im zweiten Set „It don’t mean a thing“ von Duke Ellington tobte er sich noch mal so richtig aus. Das Publikum war begeistert.

Der zweite Teil begann mit Titeln von Count Basie. Es waren aber nur zwei Stücke zu hören. Harm, der die Jazzgrößen und ihre Songs jeweils vorstellte, meinte, dass Basie immer für große Bigbands komponierte und es schwer sei, seine Stücke für kleine Besetzungen umzuschreiben. Mit dem weniger bekannten „Topsy“ über einen kleinen Elefanten trafen die Jazzer den Nerv des Publikums.

Dann war Juke Elinton an der Reihe. Bei „Creole love Call“ bewiesen alle sechs Musiker mit Soli erneut ihre musikalische Perfektion an den Instrumenten. Dann gab es mit „Wrap your troubles“ noch eine Überraschung. Melf Holmer bot die einzige Gesangseinlage des Abends.

Zum Abschluss kam noch mal ein echter Höhepunkt der Swingszene von Ellington ins Programm. Um diesen Titel kommt keine Swingband herum. Die Gäste belohnten es mit lang anhaltendem Beifall und forderten eine Zugabe. Ganz weihnachtlich verabschiedeten sich die Musiker, die in dieser Besetzung erstmals in Neumünster auftraten, mit einem ordentlich verjazzten „Single Bell“.

Insgesamt war das ein sehr vergnüglicher Abend mit einer gut aufgelegten, musikalisch spritzigen Swingband, die den erwarteten klassischen traditionellen Swing/ Jazz vom Feinsten boten. Stürmischer rhythmischer Beifall verabschiedete die sechs Musiker.


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