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Nach Großfeuer : Penny soll wieder aufgebaut werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Ermittlungen nach dem Brand laufen auf Hochtouren. Heute sucht ein Spürhund nach Brandbeschleunigern.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2015 | 10:00 Uhr

Neumünster | Noch ist die Brandursache für das Großfeuer, das am Sonntagmorgen den Penny-Markt an der Wasbeker Straße zerstörte, nicht  ermittelt. Doch für den Lebensmittel-Discounter steht bereits fest: Der Markt wird wieder aufgebaut. Das teilte die  Pressestelle in Norderstedt gestern auf Anfrage mit.  Die zwölf Mitarbeiter, die durch das Feuer ihre Arbeitsstätte verloren haben, werden laut Pressesprecherin Katrin Meyer erst einmal „ in den umliegenden Penny-Märkten weiter beschäftigt“.

Die 800 Quadratmeter große Filiale an der Wasbeker Straße/Ecke Linienstraße  war erst vor fünf Jahren neu gebaut und eröffnet worden.   Bei der Penny-Regionsleitung in Norderstedt rechnet man damit, dass der Wiederaufbau  bis zu ein  Jahr dauern könnte. „Das hängt vom Zustand des Gebäudes ab“, sagte Katrin Meyer. 

Am Sonntagmorgen gegen 4.45 Uhr hatten Passanten plötzlich Flammen und Qualm bemerkt (der Courier berichtete).  Die Berufsfeuerwehr und drei Freiwillige Wehren waren stundenlang im Einsatz. Sie konnten das benachbarte Mehrfamilienhaus retten, doch der Discounter fiel den Flammen komplett zum Opfer.  Der Gebäudeschaden liegt laut Polizeisprecher Sönke Hinrichs bei 1,5 Millionen Euro. Außerdem wurden Waren im Wert von 200000 Euro vernichtet.

Bei den Kunden des Marktes herrschte gestern Entsetzen. Viele hatten  hier am Sonnabend noch ihre Wochenendeinkäufe erledigt.   Immer wieder blieben Passanten vor der Brandruine stehen  und begutachteten von Weitem die verkohlten Trümmer hinter dem Flatterband, mit dem die Polizei die Brandstelle weiträumig abgesperrt hatte.  Durch die Hitze zerborstene Glasscheiben lagen vor ihnen auf dem Gehweg.  Auch  mehr als einen  Tag nach dem Feuer hing noch ein beißender Brandgeruch in der Luft.   „Das ganze schöne Essen ist da drin verbrannt“, jammerte ein  Mädchen an der Hand seiner Mutter. „Wie kann so etwas passieren?“, fragten sich die Passanten immer wieder kopfschüttelnd.

Genau das  versucht die Polizei zurzeit zu klären. Gestern war „erstmals eine Begehung durch die Kriminalpolizei möglich“, erklärte Polizeisprecher Sönke Hinrichs.  In den Stunden nach dem Feuer war der Ort des Geschehens einfach noch zu heiß gewesen, um die Ermittlungen dort aufzunehmen. Heute soll ein speziell ausgebildeter Spürhund in den Trümmern nach Resten von Benzin oder anderen Brandbeschleunigern suchen. Eventuell wird auch noch ein Sachverständiger hinzugezogen.  „Zurzeit ermitteln wir in alle Richtungen“, erklärte der Polizeisprecher. 

Die Kripo sucht zurzeit   nach Zeugen, denen am Sonntag in den frühen Morgenstunden rund um den Markt etwas aufgefallen ist. Außerdem bittet sie alle, die Fotos oder Videos von der Brandstelle und den Löscharbeiten gemacht haben, sie  der Polizei zur Verfügung zu stellen. Zu erreichen sind die Ermittler unter Tel. 9450.

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