Peinliche Planungspanne

rolf ziehm1

von
15. April 2016, 12:05 Uhr

Dass innerhalb von sieben Jahren Baukosten steigen und Änderungen an der ursprünglichen Bauplanung teuer werden können, ist nicht neu und nachvollziehbar. Auch die ständige Verschärfung von Richtlinien wie der Energieeinsparverordnung hat das Bauen immer mehr verteuert. Das hat schon jeder private Bauherr schmerzhaft erfahren müssen. Dass allerdings bei einem öffentlichen Bauvorhaben mal eben die Planungskosten und die Umsatzsteuer von 19 Prozent vergessen werden, ist schon ein starkes Stück und eine mehr als peinliche Panne. Schwamm drüber, mag man argumentieren. Schließlich kostet diese Sanierung die Stadt dank der Bundesförderung jetzt statt der im Haushalt eingestellten 1,05 Millionen Euro nur 204  000 Euro Eigenanteil. Aber das ist falsch gerechnet, denn durch die höheren Gesamtkosten stehen entsprechend weniger Fördermittel für die anderen geplanten Maßnahmen zur Verfügung. Dass die Selbstverwaltung da kritisch nachbohrt, ist ihre Aufgabe.

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