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Holsteinischer Courier

16. Dezember 2017 | 16:24 Uhr

Patenschaft mit Lötzen besteht 60 Jahre

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bei einer Feierstunde anlässlich des Jubiläums im Festsaal des Alten Rathaus blickte der Vorsitzende der Kreisgemeinschaft zurück und nach vorn

von
erstellt am 30.Okt.2014 | 14:05 Uhr

Den Anstoß gab ein Journalist. Erich von Lojewski, Vater des ebenfalls bekannten Wolf von Lojewski, sprach schon 1953 mit dem damaligen Stadtpräsidenten Max Johannsen und Oberbürgermeister Walther Lehmkuhl. Es war Nachkriegszeit. Die Hilfe für die Heimatvertriebenen hatte einen hohen Stellenwert. Keine Frage also, dass die Stadtoberen und knapp ein Jahr später auch die gesamte Ratsversammlung damals einstimmig einer Patenschaft mit dem Kreis und der Stadt Lötzen – dem heute polnischen Gizycko – zustimmten. Gestern wurde die 60-jährige Patenschaft mit einem Festakt im Festsaal des Alten Rathauses gefeiert.

Vor rund 70 Gästen lobte Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek, die Lötzener hätten viel zum Wiederaufbau Neumünsters beigetragen. „Es ist eine Patenschaft, die auf Akzeptanz, Toleranz und Respekt gründet und auch der deutsch-polnischen Verständigung dient“, sagte das Stadtoberhaupt. Besonderen Dank sprach er auch dem bereits verstorbenen Erhard Kawlath und seiner Frau Nora aus, die jahrzentelang an der Spitze der Kreisgemeinschaft Lötzen standen.

Seit 2009 leitet Ute Eichler die Geschäfte und kümmert sich um das mittlerweile an der Sudentenlandstraße angesiedelte Archiv und Museum der Lötzener. Ihr Mann Dieter ist Vorsitzender der Kreisgemeinschaft, die heute ein Verein ist. Er hob in seiner Rede die Gastfreundschaft Neumünsters und die gute Zusammenarbeit hervor. „Sieben Mal wurden Delegationen aus Gizycko hier im Laufe der Jahre gebührend empfangen. Wir haben immer eine große Unterstützung erhalten“, sagte er. Die Stadt habe auch bei der Suche nach neuen Räumen geholfen, als das Archiv und Museum 2013 aus der Klaus-Groth-Schule ausziehen musste, weil das Gymnasium den Platz selbst benötigte.

Eichler gab auch einen Ausblick: „Spätestens seit der Maueröffnung spielt die Hilfe für die Lötzener nur noch eine untergeordnete Rolle. Wir konzentrieren uns vor allem auf den zweimal im Jahr erscheinenden Heimatbrief, den Erhalt des Kreisarchives als Auskunftsstelle und wollen mit Ausstellungen und Veranstaltungen auch weiterhin die Patenschaft zwischen Neumünster und Lötzen festigen.“

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Trio Anraade, dem Thomas Petersen-Anraade, Christoph Andersen und Beate Schnitzler-Andersen angehören. Zum Abschluss lud die Stadt zu einem Imbiss ein. Anschließend traf sich der Verein auch noch zu einer Vorstandssitzung. Neben Ute und Dieter Eichler gehören ihm Hans-Werner Erdt, Klaus Richter, Bernd Sawatzki, Dieter Milewski und Peter Peldsßus an.

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