zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

21. September 2017 | 01:54 Uhr

Tungendorf : Paten für das Mehrgenerationenhaus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Uwe Döring und Dr. Philipp Murmann sind überzeugt, dass der Bund die Förderung fortsetzt. Rat entscheidet heute über „Ausfallbürgschaft“

von
erstellt am 15.Apr.2014 | 07:00 Uhr

Neumünster | „Das Mehrgenerationenhaus im Volkshaus leistet einen großartigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort“, sagte Dr. Philipp Murmann. Für Neumünsters CDU-Bundestagsabgeordneten war es deshalb keine Frage, neben Ex-Landesminister Uwe Döring (SPD) die Patenschaft für das Haus zu übernehmen.

Auf diese ideelle Unterstützung und die politischen Netzwerke ihrer prominenten Paten setzt die Diakonie Altholstein als Träger des Hauses große Hoffnungen. „Jemand, der für Finanzen zuständig ist – das kann ja nicht verkehrt sein“, sagte Diakonie-Chef Heinrich Deicke unter Anspielung auf Murmanns Amt als Bundesschatzmeister der CDU.

Um politischen Rückenwind und die weitere Finanzierung des MGH geht es heute Abend auch in der Ratsversammlung. Sie stimmt darüber ab, ob die Stadt für den Bund in die Bresche springt. Die bisherige Anschubfinanzierung durch den Bund in Höhe von zuletzt 30 000 Euro läuft zum Jahresende aus (der Courier berichtete). Die jetzt zur Debatte stehenden 15 000 Euro pro Jahr von der Stadt seien „eher eine Art Ausfallbürgschaft“, sagte Deicke.

Die politischen Signale deuten aber darauf hin, dass die Stadt diese freiwillige Leistung gar nicht in dieser Höhe erbringen muss. „Ich bin überzeugt, dass der Bund die Förderung fortsetzt“, sagte Murmann. „Es steht so im Koalitionsvertrag“, ergänzte Döring. Er sieht im Mehrgenerationenhaus den ursprünglichen Gedanken der Volkshaus-Bewegung der 1920er-Jahre verwirklicht.

Die Stadt hat das Volkshaus aufwendig für das Mehrgenerationenhaus hergerichet und stellt es der Diakonie zu einem subventionierten Mietpreis zur Verfügung. Die Diakonie als Träger bringt selbst 15 000 Euro Eigenmittel ein, 2013 waren es sogar 19 000 Euro. Deicke: „Wenn das jetzt zusammenbricht, dann auch die Arbeit von rund 80 ehrenamtlichen Mitarbeitern.“ Sie sind die Stütze der Angebote von der Krabbelgruppe bis zum Nachbarschaftscafé. „Aber diese Ehrenamtlichkeit kann nur funktionieren, wenn sie koordiniert wird“, sagte Deicke. Die hauptamtliche Stelle der Leiterin Andrea Schütt sei deshalb so wichtig.

Auch dem ehrenamtlichen Beirat machen die Finanzen Sorgen. „Die aktuelle Förderung reicht nicht aus, um die Arbeit noch auszubauen“, sagte dessen Vorsitzender Horst Saggau. Ideen, etwa das Raumangebot durch eine Nutzung des Dachgeschosses zu erweitern, gibt es genug. „Wir wollen noch offensiver Spenden einwerben“, machte Christine Hertwig von der Diakonie deutlich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen