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Holsteinischer Courier

19. Oktober 2017 | 05:52 Uhr

Wasbek : „Pass auf: toter Winkel!“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wasbeker Kinder wurden als Erste im Land geschult.

Wasbek | Jedes Jahr machen etwa 24 000 Viertklässler in Schleswig-Holstein ihren Fahrradführerschein. Als Erste im Land kamen die Schüler der 4. Klassen der Wasbeker Hermann-Claudius-Schule gestern in den Genuss der erweiterten Fahrradausbildung für Grundschüler der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein. Die Aktion heißt: „Pass auf: toter Winkel!“

Mit dieser Schulung sollen die jungen Verkehrsteilnehmer für das „unsichtbare Dreieck“ neben einem Lastkraftwagen (Lkw) aufmerksam gemacht werden. Denn immer wieder verunfallen Kinder, weil sie sich nicht bewusst sind, dass sie vom Lkw-Fahrer trotz der mittlerweile sechs vorgeschriebenen Spiegel (bei Neuzulassungen) nicht gesehen werden können. Die Landesverkehrswacht bietet die Aktion gemeinsam mit der Provinzial-Versicherung als Sponsor sowie der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr an.

Ganz praktisch führte dies denn auch die Verkehrserzieherin Sigrid Jansen den Schülern vor, indem sie den gefährlichen Bereich mit einer Absperrung markierte und die Klassen dort hineinstellte. Nacheinander durften die Kinder dann in das Löschfahrzeug klettern und selbst in den Spiegeln sehen, wie ihre Mitschüler komplett im „toten Winkel“ verschwanden. „Das hätte ich nicht gedacht. Alle waren einfach plötzlich weg“, staunten Jan Nicklas (10) und Nike (9) nicht schlecht, nachdem sie wieder vom „Bock“ heruntergeklettert waren.

Bereits seit Jahren bietet die Verkehrswacht die Schulungen für den „toten Winkel“ an den weiterführenden Schulen an. An den Grundschulen, die in der vierten Klasse ihr erste Fahrradprüfung ablegen und damit auch auf der Straße fahren dürfen, fehlte dieser Teil bisher. „Das stellte eine fatale Lücke dar, die mit der Schulungserweiterung jetzt geschlossen wird“, erklärte Dietmar Benz, Präsident der Landesverkehrswacht.

„Ich finde diese Übung gut und wichtig. Denn ich bin selbst Lkw-Fahrer und weiß, dass sich hinter den Spiegeln auch locker ein 40-Tonner verstecken kann“, lobte auch Feuerwehrmann Oke Kühl die neue Initiative der Verkehrswacht.  




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