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Städte-Verbindungen : Partnerschaft braucht Mitstreiter

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beauftragter Hans Iblher möchte eine Vereinsgründung zur Bündelung der Aktivitäten. Als weiteres Projekt plant er ein Jugendcamp 2014

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2013 | 17:00 Uhr

Von herzlicher Aufnahme durch die offiziellen und privaten Gastgeber bis hin zu einem „zähen Prozess“ oder Weihnachtsgrüßen einmal im Jahr: So beschreibt Hans Iblher, Beauftragter für Städtepartnerschaften, die Bandbreite der Beziehungen zu Verwaltung und Privatpersonen in den Partnerstädten Gravesham (Großbritannien), Koszalin (Polen, ehemals Köslin), Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) und der Patenstadt Gizcko (Polen, ehemals Lötzen). „Die Partnerschaften werden unterschiedlich gelebt. Doch alle sind eine Bereicherung. Wenn wir es schaffen, diese vor allem auf Bürgerebene zu installieren, gewinnt unsere Stadt“, sagt Iblher nach eineinhalb Jahren im Amt.

Am besten sieht der Status Quo Richtung Gravesham aus: Einen „tollen Besuch“ habe es im Mai 2012 von einer Neumünsteraner Delegation in Gravesham gegeben. Iblher: „Wir sind ausgesprochen freundlich aufgenommen worden.“ Werner Hansen vom Freundeskreis schildert den erneuten Besuch im Sommer 2013 und berichtet von der Stadtführung als ein „erlebtes Miteinander“. Diese Beziehung müsse weiter inhaltlich vertieft werden, so Iblher.

Administrativ eher schwierig ist die Partnerschaft zu Koszalin. Nach einem Besuch im Juni 2012 wechselte der Vizepräsident der Stadt in die Regierung; der Kontakt versiegte. Beim Austausch auf kultureller Ebene dagegen gab es deutliche Schritte. Die Künstlerin Ulrike Manzke nahm 2012 am Internationalen Künstlersymposium „Pleinair“ in Osieki, einem Dorf nahe Koszalin, teil; 2013 war sie gemeinsam mit Kollegin Monika Rathlev dort. 14 Tage arbeiteten Künstler aus Russland, der Slowakei, Dänemark und Polen gemeinsam; EU-Mittel ermöglichten das Projekt. „Die meisten sprachen russisch, polnisch und wenig englisch, aber kaum deutsch. Aber trotz Sprachbarrieren haben wir Herzlichkeit erlebt “, sagt Ulrike Manzke. Eine Idee Iblhers: eine Ausstellung in Neumünster – von Künstlern aus Polen und Gravesham.

Ein herzliches Treffen gab es auch mit dem Bürgermeister und dem Stadtpräsidenten Parchims auf dem dortigen Stadtfest. Iblher überbrachte die Grüße der Stadt und erhielt die Zusage eines Gegenbesuchs.

Iblher möchte einen Verein gründen, in dem die Aktivitäten für alle Partnerschaften gebündelt und verstärkt werden; wichtig dabei sei die Verjüngung. „Jugend ist Europa“, sagt er und plant ein Jugendcamp 2014.

Die Verwaltung unterstützt Ibhler ausdrücklich. Klaus-Dieter Bülck von der zentralen Verwaltung: „ Iblher ist der Motor. Wir als Verwaltung könnten das gar nicht leisten. Wir wollen, dass die Partnerschaften auf breiter Bevölkerungsebene wahrgenommen werden.“

Kontakt Hans Iblher: Tel. 39282.

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