Parteien zeigen Flagge gegen NPD

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04. Mai 2013, 03:59 Uhr

Neumünster | Der Runde Tisch für Toleranz und Demokratie ruft zu einer breiten Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl am 26. Mai auf. "Wir wollen keine Rechtsextremen in der Ratsversammlung", stellte Henning Möbius, Vorsitzender des Runden Tisches klar. Ziel müsse es daher sein, möglichst viele Bürger zur Stimmabgabe zu bewegen, um die Rechtsextremen damit klein zu halten.

Erstmals wird dazu heute die vom Runden Tisch verabschiedete Resolution gegen Rechtsextremismus in der Stadt verteilt. Unter dem Motto "Neumünster - Kein Ort für Nazis" wird darin zu einem Wahlboykott der NPD aufgerufen. Rechtspopulismus und Rassismus dürfe in der Stadt kein Forum geboten werden, heißt es.

Der Aufruf wird von allen anderen sieben zur Wahl antretenden Parteien unterstützt. Möbius spricht daher von einem beeindruckenden Bündnis gegen rechtsradikales Gedankengut. Es sei nicht alltäglich, dass etwa CDU und Linke sich gemeinsam für ein Ziel stark machten.

Der Aufruf, der Hintergründe und Motive der NPD-Kandidatur aufzeigt, wird an den Wahlkampfständen aller sieben Parteien verteilt. "Wir wünschen uns, dass jeder Bürger das Faltblatt in der Hand hat, bevor er an einem NPD-Stand vorbeikommt", sagte Möbius. Das Bündnis werde den Wahlkampf der NPD genau verfolgen.

Hintergrund der Aktion: Erstmals tritt die NPD bei der Kommunalwahl am 26. Mai mit Direktkandidaten in allen 22 Wahlkreisen der Stadt an. Wegen des Wegfalls der Fünf-Prozent-Klausel reichen rechnerisch bereits 2,3 Prozent der Stimmen für einen Sitz in der Ratsversammlung.

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