CDU Neumünster : Partei-Programm auf vier Seiten

Harmke Janssen gibt ihren Stimmzettel in die Urne von Mathis Hansen.
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Harmke Janssen gibt ihren Stimmzettel in die Urne von Mathis Hansen.

Die CDU wählt alle 15 Ratsmitglieder wieder zu Kandidaten für die Kommunalwahl.

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16. Februar 2018, 12:00 Uhr

Neumünster | Obwohl politischer Aschermittwoch war, stieg die CDU Neumünster bei ihrer Wahlkreis-Mitgliederversammlung ohne Klamauk in den Wahlkampf ein. Die Christdemokraten beschlossen ihr Kommunalwahlprogramm und wählten die Liste der Kandidaten, die nach dem 6. Mai in den Rat einziehen sollen.

Kurz ist das Wahlprogramm und kurz verlief die Abstimmung darüber. Ohne inhaltliche Diskussion handelten die 58 Stimmberechtigten den Beschluss öffentlich mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung ab. Damit wurde das auf vier Din-A-4-Seiten eingedampfte Programm, das der Kreisvorstand entworfen hatte, bestätigt. „Wir haben im Oktober beschlossen, das Programm kurz zu fassen, und das Votum dafür war einstimmig“, erklärte der Kreisvorsitzende Wolf Rüdiger Fehrs. Es solle „lesbar und akzentuiert“ sein.

Ein wichtiger Punkt ist die Wirtschaftsförderung, dafür soll zum Beispiel das ehemalige Bahngelände östlich der Rendsburger Straße für kleine und mittlere Unternehmen bereit gestellt werden. In puncto Bildung möchte die CDU für Neumünster unter anderem einen Ausbau der Schulsozialarbeit und eine bessere Ausstattung der Schulen. Auch modernes Wohnen und eine Aufwertung der Innenstadt sind Wahlkampfthemen.

Ohne Querelen und Gegenkandidaten stimmten die Christdemokraten über die 22 Kandidaten für die Ratsversammlung ab. Die Reihenfolge hat der Kreisvorstand beschlossen. Zwar bildet die CDU seit 15 Jahren die stärkste Fraktion im Rat, zurzeit hat sie mit 16 Sitzen allerdings nicht die absolute Mehrheit, wie der CDU-Fraktionsvorsitzende Gerd Kühl bedauerte: „Es ist ein Va-banque-Spiel, wenn wir die Mehrheit brauchen.“ Daher gab er klar die Wahlkampfrichtung vor: „Die Basis sind diese 16 Sitze im Rat, das Ziel ist eindeutig: Wir wollen mehr.“ Alle 15 Ratsmitglieder kandidieren wieder. Die Fraktion ist um einen Ratsherrn geschrumpft, weil Refik Mor nach Äußerungen über den türkischen Staatschef Erdogan in die Kritik geraten war und die CDU verlassen hat.

Außerdem verpflichteten sich die ehrenamtlichen Kandidaten wie bei der vergangenen Kommunalwahl im Jahr 2013 zur Beteiligung an den Wahlkampfkosten.

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