Weltspieltag : Parkplatz wurde zur bunten Spielwiese

Die „Wasserbaustelle“ mit ihren Röhren und Bällen war besonders für die Jüngsten ein herrlicher Spielplatz. Gegen den Guss von oben halfen umfunktionierte blaue Mülltüten.
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Die „Wasserbaustelle“ mit ihren Röhren und Bällen war besonders für die Jüngsten ein herrlicher Spielplatz. Gegen den Guss von oben halfen umfunktionierte blaue Mülltüten.

Der Spielparcours des Jugendverbandes litt unter dem Regenwetter / Straßenspiele von früher waren nicht sehr gefragt

shz.de von
29. Mai 2015, 06:15 Uhr

Neumünster | Das war ganz nach dem Geschmack der Kinder: Der komplette Parkplatz rund um das Haus des Jugendverbandes an der Boostedter Straße hatte sich gestern Nachmittag in eine einzige Spiellandschaft verwandelt. Zum Weltspieltag hatten unter anderem der Jugendverband, der Sportverein Blau-Weiß-Wittorf, das Spielmobil Lübeck und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule einen bunten Spielparcours aufgebaut.

Unter dem Motto des Unicef-Kinderhilfswerkes „Die Straße ist zum Spielen da“ durften sich die Jüngsten nach Herzenslust austoben. Das taten sie auch und ließen sich dabei auch von heftigen Regengüssen nur vorübergehend aufhalten.

Wasser war ohnehin das Schlagwort des Nachmittags und hatte eine magische Anziehungskraft auf die Kinder, ganz gleich, ob es von oben oder von anderer Seite kam: An der „Wasserbaustelle“ hatten die Jüngsten ordentlich was zu tun, um die Plastikbälle durch die Leitungen zu schicken. Pascal (14), Marvin und Niclas (beide 11) hatten es dagegen die Riesen-Legosteine angetan. Für ihre Burg fehlten aber Steine, die die Mädchen für eine Mauer brauchten.

Neben den Spielburgen lockten Kreativangebote wie Specksteinschneiden, Hockey oder Bewegungsspiele. Wie die Pfadfinder durften die Kinder auch Stockbrot am Feuer backen. Großen Andrang gab es auch an der Schminkstation und auf der Hüpfburg.

Während sich die Kinder vergnügten, konnten die Eltern in aller Ruhe und Gemütlichkeit den Kaffee- und Kuchenstand besuchen. Die angekündigten alten Spiele wie „Himmel und Hölle“ oder „Gummi-Twist“ kamen dagegen nicht so gut an – einerseits wegen des nassen Untergrunds, andererseits aber vielleicht auch, weil niemand zum Vorturnen da war.

Die Kinder und Jugendlichen störte das nicht weiter, sie hatten auch so genug zu tun – und dabei kaum Zeit, auf die Ermahnungen der Eltern zu hören.

„Obwohl wir uns erst vor drei Wochen ganz spontan für diese Aktion entschieden haben, ist hier ordentlich war los“, freute sich Ulf Schloßbauer vom Dock 24. Er dankte den vielen Helfern, die unkompliziert den Tag gestalteten. Mit der Aktion, die durchaus zu einer ständigen Einrichtung werden könnte, wolle man nachdrücklich auf die fehlenden Frei- und Spielflächen für die Kinder in der Stadt aufmerksam machen, erinnerte Schloßbauer.



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