zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

17. Oktober 2017 | 10:01 Uhr

Haart : Parkende Lkw als Gefahrenquelle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach dem schweren Unfall von Sonntag sind die Lkw wieder ein Thema. Anliegerbeschwerden gibt es auch am Freesen-Center

von
erstellt am 25.Dez.2013 | 09:00 Uhr

Anliegern am Haart ist es schon länger ein Dorn im Auge, dass Lkw die rechte Fahrspur stadtauswärts am Gewerbegebiet Störpark/ehemalige Köstersche Fabrik als Parkplatz benutzen. Am Sonntagabend krachte es dort, als ein Mercedes mit Nordfriesland-Kennzeichen gegen einen abgestellten Lastzug prallte. Der Beifahrer wurde verletzt und kam ins Krankenhaus (der Courier berichtete).

Doch der Polizei sind die Hände gebunden. Der Lkw parkte dort korrekt, der Mercedes-Fahrer hatte nicht aufgepasst. „Das ist eine vierspurige Straße, kein Wohngebiet. Die Lkw dürfen dort parken“, sagte Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Das sei für manchen sicherlich ein Ärgernis, so Hinrichs. Aber die Straße sei durchgehend beleuchtet und auch nicht so stark befahren wie etwa die Rendsburger oder Wasbeker Straße, wo vielerorts Park- und Halteverbote gelten.

„Wir hatten das Thema schon öfter im Stadtteilbeirat auf der Tagesordnung“, sagte der Stadtteilvorsteher in Brachenfeld/Ruthenberg, Uwe Holtz. Und es habe auch schon gefruchtet. „Die Stadt hat das Problem erkannt und schon in diesem Jahr ein absolutes Haltverbot im kritischen Bereich angeordnet“, bestätigte Stadtsprecher Stephan Beitz. Seitdem werden die beiden südlichen Ausfahrten vom Störpark auf den Haart durch Halteverbotsschilder freigehalten.

„Auch dort standen die Lkw früher dicht an dicht“, sagte Uwe Holtz. Die Folge: Die Sicht war für Autofahrer, die nach links in Richtung Innenstadt abbiegen wollen, wegen der parkenden Fahrzeuge und der langgestreckten Kurve, die der Haart hier macht, stark eingeschränkt. Die Abbieger mussten sich ganz vorsichtig bis auf die Fahrspur vortasten. „Das war wirklich gefährlich, denn sehr viele Autofahrer auf dem Haart halten sich nicht an Tempo 50“, sagte Uwe Holtz.

Auch am Freesen-Center gab es bereits Anliegerbeschwerden, dass Lkw dort alles zuparken und ihren Müll hinterlassen, wie Stadtsprecher Beitz bestätigte. Hier kann die Stadt aber nicht so einfach Park- und Halteverbote verfügen. „Das ist ein reines Gewerbegebiet. Da dürfen Lkw parken“, sagte Stephan Beitz. Auch der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss hatte sich bereits des Themas angenommen. „Der Ausschuss sah sich aber außerstande, etwas dagegen zu unternehmen“, wusste Uwe Holtz zu berichten.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen