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Holsteinischer Courier

14. Dezember 2017 | 01:17 Uhr

Trauer : Paris: Große Anteilnahme

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Viele Bürger trugen sich gestern in das Kondolenzbuch im Rathaus ein

shz.de von
erstellt am 17.Nov.2015 | 08:30 Uhr

Die Menschen in Neumünster sind zutiefst erschüttert über die Terroranschläge in Paris. Viele Bürger trugen sich gestern in das Kondolenzbuch ein, das die Stadt im Rathausfoyer ausgelegt hatte. Das Buch war erstmals vom Runden Tisch für Toleranz und Demokratie auf der Willkommensfeier am Sonnabend auf dem Großflecken ausgelegt worden.

„Wir sind traurig über die Anschläge in Paris. Wir gedenken der Opfer und Angehörigen“ steht auf der ersten Seite, danach folgen seitenweise Unterschriften, manche mit Botschaften wie „Ma coeur pleure, je suis triste“ (mein Herz weint, ich bin traurig), „je suis Paris“ (ich bin Paris), andere mit ausformulierten Sätzen. Ein Unterzeichner war gestern Mittag Propst Stefan Block: „In großer Anteilnahme und Bestürzung, in Verbundenheit mit den Pariserinnen und Parisern und mit allen in dieser großen Verunsicherung und in Zuversicht, dass unser freiheitliches Gemeinwesen dem Terror standhalten wird.“

Eingetragen hat sich auch Mechthild Grünwald (58), Stadtmitte: „Ich war traurig und geschockt, fassungslos über die Brutalität. Es hat Menschen getroffen, die sich nur friedlich versammelt haben. Man hat fast keine Worte. Es müssen jetzt ganz viele Signale Richtung Menschlichkeit und Gefühl kommen, die sich zu einer Kraft entwickeln als Gegengewicht zu den Gewalttaten. Das schreibt sie auch: „Ich hoffe, dass die guten menschlichen Werte genau jetzt und zukünftig ein Zeichen setzen.“

Tanja Bossen (44) aus Stadtmitte ist quasi sprachlos: „Es fehlen mir die Worte, das ist absolute Bestürzung, in Gedanken bin ich bei den Opfern. Ich habe mich eingetragen als Zeichen gegen den Terror und für die Anteilnahme“, sagt sie.

Mitten in der Nacht erhielt Erika Neve (71) aus Faldera einen Anruf von einer Freundin, die Frankreich-Fan ist: „Ich kann das nicht begreifen, das ist abscheulich. Diese Anschläge haben nichts mit dem Islam oder dem Glauben zu tun. Es ist doch völlig egal, ob man zu Gott, Allah oder Buddha betet, jeder soll das glauben, was er will“, sagt sie erschüttert. „Es tut mir in der Seele weh“, schreibt sie in das Buch und betont: „Das hat kein Gott dieser Welt befohlen.“

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