zur Navigation springen

Holstenköste : Parade der automobilen Schätzchen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

99 Fahrer nahmen an der 41. Veteranenrallye des MSC teil / Trotz Regenwetter säumten faszinierte Sehleute die Strecke am Gänsemarkt

shz.de von
erstellt am 13.Jun.2016 | 08:30 Uhr

Neumünster | Oldtimer-Fans sind wetterfest: In Capes und mit Regenschirmen bewaffnet säumten viele Schaulustige gestern Nachmittag die Strecke, die die Fahrer der 41. Veteranenrallye des MSC am Gänsemarkt über die Rampe nahmen, auf der Jürgen von Schassen vom ADAC Schleswig-Holstein alle automobilen Schmuckstücke vom Goggomobil bis zum Feuerwehrauto launig-fachmannisch vorstellte. Mit 99 Teilnehmern litt die Rallye etwas unter dem Dauer-Nieselregen, aber die Stimmung nach etwa vier Stunden auf einer Strecke durch den Kreis Rendsburg-Eckernförde war bestens.

„Eine schöne Tour, die war super und hat irre Spaß gemacht“, sagte Henning Türk (47) aus Neumünster in seinem wuchtigen Opel Admiral A , der gerade mal „so eben“ auf die Rampe passte. Er hat seine Töchter Helena und Theresa (11) auf dem Rücksitz, sein Bruder und Beifahrer Matthias war der Navigator. „Unser Oldtimer ist wetterfest“, sagen sie lachend.

Ein absoluter Hingucker: Seine glänzende pechschwarze Ford-Popular-104e-Limousine lenkte Dieter Krekeler (75) auf den Gänsemarkt. „Es ist die Eleganz dieser Autos, so muss ein Oldtimer aussehen“, sagt er. Die superschicke Ausnahme-Erscheinung ist seit 45 Jahren in Familienbesitz und stammt aus Dänemark: „Der war schon ausgemustert, den haben wir komplett restauriert.“

Astrid Schweppes (46) aus der Innenstadt und ihr Freund Helge Dall (61) aus Kappeln waren zwei der Sehleute am Gänsemarkt. „Ich bin heute hier, weil ich diese Fahrzeuge toll finde. Ist ja enorm, wie die Leute die so liebevoll pflegen und instandhalten“, sagte Astrid Schweppes. Sie kommentierten fast jedes Fahrzeug, das vorbeirollte – wie den knallroten Triumph TR6 von Bernd Langbehn aus Neumünster: „Ein superschickes Auto, das kennt man nur aus James-Bond-Filmen – ach ne, das waren Austin Martins“, lachten die zweit. Zum Opel GT-A-L von Reiner Wulf aus Pokrent entfährt Dall: „In den musste man mit einem Schuhanzieher einsteigen, und er hat drehbare Glubschaugen.“ Als ein schicker Volvo anrollt, nennt Dall ihn „den schwedischen Panzer“: „Da konnte man auf dem Kühler tanzen, da passierte nichts.“ Lacher ernteten Helmut Windolph (65) und seine Frau Christa mit ihrer BMW Isetta 250 („Knutschkugel“), als sie die Tür vorne hochklappen. „Ein Airbag hat hier höchstens der Fahrer“, kommentierte von Schassen launig. Windolph liebt das Minigefährt mit gerade mal 12 PS: „Nur fliegen ist schöner.“

Mit dem zweifarbigen VW Käfer von Joachim Broders aus Krempel rollte ein weiteres Kultauto an. Das Auto hat sogar einen Namen: „Bruno“ gehört einfach zur Familie.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen