Drachenbootrennen : Paddler versenkten Schwimmsteg

Die Mannschaft „Jansen-Fighters“ begibt sich zum Startpunkt. 18 Paddler plus Steuermann und Trommler nehmen in einem Drachenboot Platz.
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Die Mannschaft „Jansen-Fighters“ begibt sich zum Startpunkt. 18 Paddler plus Steuermann und Trommler nehmen in einem Drachenboot Platz.

Das Boot der Football-Mannschaft drohte aufgrund des hohen Gewichts zu sinken. Das Drachenbootrennen kämpft mit rückläufiger Teilnehmerzahl.

shz.de von
13. Juli 2015, 05:00 Uhr

Neumünster | Beim inzwischen elften Drachenbootrennen des Ersten Ka-nuklubs Neumünster (EKN) auf dem Einfelder See verwandelte sich der Strand an der Einfelder Schanze wieder in eine kleine Zeltstadt. Doch die Teilnehmerzahl ist weiterhin rückläufig. Im Vergleich zum vergangenen Jahr haben sich noch mal sechs Mannschaften weniger angemeldet. „Leider haben wir diesmal nur 24 Mannschaften, die an den Start gehen“, verriet Organisator Werner Angerstein. Als Gründe nannte er andere Drachenbootveranstaltungen in der Umgebung. „Und einige Firmen, die in der Vergangenheit als Betriebsausflug am Drachenbootrennen teilgenommen hatten, wollten in diesem Jahr einfach mal etwas anderes machen“, sagte Angerstein weiter.

Erfreulich ist hingegen, dass viele neue Mannschaften teilgenommen haben. So etwa die Neumünsteraner American-Football-Mannschaft „Castle De-mons“, die gleich für eine weitere Premiere sorgte. „Die Jungs sind so schwer, die haben unseren Schwimmsteg versenkt. Das habe ich noch nie erlebt“, sagte Sabine Franz von der DLRG und konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Weil auch das Boot der Footballer ob des hohen Gewichts zu sinken drohte, nahmen sie vier Leute raus, die nach eigenen Angaben zusammen 300 Kilogramm wogen. „Wir machen zum ersten Mal mit. American Football ist noch immer nicht sehr bekannt in Neumünster. Wir wollen das Drachenbootrennen nutzen, um Werbung für uns zu machen“, sagte Sascha Kiel.

Altbekannte Starter waren die „Jansen-Fighters“. „Wir setzen uns aus Freunden und aus Familienmitgliedern zusammen. Wir trainieren nicht vorher. Wir machen einfach spontan mit“, sagte Jörg Jansen. Sie fallen stets sofort auf, weil sie sich in originelle Kostüme werfen. War es im vergangenen Jahr noch das Thema „Braveheart“, hieß ihr Motto diesmal „Die Antike“. Mit Pharaonen-Kopfbedeckung und Gladiatoren-Schwert bestiegen sie die Drachenboo-te. In der Mixed-Klasse schafften sie es immerhin noch auf Platz vier.

Eine weitere Besonderheit bei diesem Drachenbootrennen: Erstmals nahmen drei Mannschaften teil, die sich aus Flüchtlingen aus verschiedenen Neumünsteraner Einrichtungen zusammensetzten. Vermittelt hatte das EKN-Mitglied und Moderator des Drachenbootrennens Ulf Kaumann. Für alle Mannschaften galt es, die Regattastrecke von 250 Metern schnellstmöglich zu bewältigen. Jedes Team bestand aus maximal 18 Paddlern plus Steuermann und Trommler.

Die Erstplatzierten: In der Klasse „Open“ siegte der Freundeskreis „Einfelder Jungs“ (Zeit: 1:08.7); in der Klasse „Mixed“ die „WSAP Black Dragon Headz“ (1:11.3) und bei den „Ladies“ die Bordesholmer Landfrauen (1:38.9).


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