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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2017 | 08:57 Uhr

Tierpark : Ostern mit Wermutstropfen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

5800 Gäste kamen an die Geerdtsstraße. Kriminelle zerstörten in der Nacht zu Montag einige Kinderspielgeräte.

shz.de von
erstellt am 18.Apr.2017 | 08:15 Uhr

Neumünster | Das Osterfest im Tierpark zu verbringen, ist für viele Familien ein Pflichtprogramm. Das war auch in diesem Jahr nicht anders. Rund 5800 Besucher wurden am Sonntag und Montag an der Geerdtsstraße gezählt. „Trotz des schlechten Wetters sind das nur etwa 200 Besucher weniger als im vergangenen Jahr. Das freut uns sehr“, bilanzierte Tierpark-Chefin Verena Kaspari. Einen Wermutstropfen gab es allerdings: Kriminelle hatten sich in der Nacht zu Montag ein Loch in den Außenzaun geschnitten und sich Zugang zum Park verschafft.

„Sie haben auf der Suche nach Geld vier der Elektro-Kinderspielgeräte aufgebrochen. Die werden aber jeden Abend geleert. Geld haben der oder die Täter somit nicht gestohlen, aber ganz viel kaputt gemacht, was einfach ärgerlich ist“, sagte Verena Kaspari. Die Polizei war gestern vor Ort, um den Fall aufzunehmen. Wie hoch der entstandene Schaden ist, ist noch unklar.

Für die Besucher gab es unterdessen eine tolle Überraschung: Entgegen der Planung, die beiden neuen Eisbären erst nach Ostern zusammen auf die Anlage zu lassen (wie berichtet), geschah das bereits gestern. „Larissa und Vitus haben durch das Gitter miteinander geschmust, sodass wir uns dazu entschieden haben. Und es war die richtige Entscheidung. Es ist total harmonisch zwischen den beiden“, berichtete die zoologische Leiterin.

Viele wollten die beiden Neuankömmlinge live sehen. Es gibt jedoch auch kritische Töne, auf die die Tierpark-Chefin reagierte. „Insbesondere in sozialen Netzwerken werden Dinge geschrieben, die zum Teil auch sehr persönlich werden. Es ist ein Unding, dass offensichtliche Laien meinem Team und mir unsere Fachkompetenz und Tierliebe absprechen wollen. Wir haben diesen Beruf nicht gewählt, weil wir Tiere quälen wollen“, machte die Tierpark-Chefin klar. Besonders bei Facebook wird der Tierpark immer wieder heftig und oft unsachlich kritisiert: Die Gehege seien zu klein und zu ungepflegt.

Verena Kaspari stellte dazu klar, dass die Anlage für die beiden Bären groß genug sei. „In der Wildnis laufen Bären nicht hunderte Kilometer, weil es ihnen Spaß macht, sondern weil ihnen auf der Suche nach Futter nichts anderes übrig bleibt. Jede Bewegung bedeutet auch einen gefährlichen Energieverlust für das Tier“, betonte sie. Und weiter: „Es geht ihnen gut bei uns. Sie bekommen Futter und werden permanent beschäftigt.“ Dass die beiden nicht zuchtfähigen Eisbären im Tausch für den wiederum zuchtfähigen Kap nach Neumünster gekommen sind, sei die beste Lösung für alle Tiere gewesen. „Ich biete jedem an, sich bei mir zu melden. Ich werde sachlich und fachlich auf jede sachliche Frage eingehen“, so die Leiterin weiter.

Doch in der weiten Mehrheit freuen sich die Besucher über die beiden neuen Eisbären. Sogar aus dem badischen Karlsruhe, woher Larissa und Vitus kommen und wo Kap jetzt lebt, erkundigen sich interessierte Zoobesucher, wie es den beiden Bären geht.

Neben den Fütterungen der Tiere gab es auch viele Spiel- und Bastelangebote. Sogar der Osterhase lief im Park herum und überraschte die Kinder. Super angenommen wurde wieder die Suche nach dem Goldenen Ei. Zahlreiche bunte Ostereier wurden vom Tierparkpersonal rund um den kleinen Grillplatz versteckt. Die bunten recht offensichtlich, das Goldene Ei dafür umso besser. „Das war gar nicht so einfach“, sagte Jule (10), die mit ihrer Suche trotzdem erfolgreich war und einen großen Schokohasen als Belohnung erhielt.

An der Bühne am Teich war der Jugendverband mit Spielen vertreten, und im Affenhaus führte die Puppenbühne Kreft „Der kleine Rabe“ auf.

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