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Ostertraditionen : Ostern mit Eier-Suche und Entspannung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wochenmarkt-Umfrage: Viele Kunden feiern Ostern klassisch mit Eier-Suche, Osterfeuer und Festtagsbraten

Neumünster | Der eine oder andere Schauer trübte am Donnerstag auf dem Wochenmarkt den Himmel, aber das trübte nicht die Vorfreude auf das Osterfest. Begehrt waren neben dem traditionellen Fisch vor allem Eier, der Festtagsbraten für die ganze Familie und frische Blumen als Aufmunterung für die Seele bei dem kühlen April-Wetter. Der Courier hörte sich um, welche Osterbräuche gepflegt werden.

Gleich drei Kilogramm schwer ist der Putenbrust-Braten, den Monika Bülck (66), ihr Mann Karl-Heinz und Enkelin Levke (2) aus Gönnebek abholen. „Den bereitet mein Schwiegersohn Christoph Schmidt zu, der Opa bastelt Osternester und versteckt sie, so wie wir das aus der Jugendzeit kennen. Aber auch die Großen werden suchen – wir müssen alle in den Garten“, sagt sie fröhlich. Auch ein Osterfeuer und – je nach Wetterlage – einen Osterspaziergang wird es geben, vielleicht im Travetal.

Wie geschnitten Brot gehen an diesem Tag Eier weg – meistens weiß. „Damit ich sie färben kann“, sagt Christine Zielke (66) aus Faldera. Sie backt einen Osterzopf: „Am Sonnabend wird der vorbereitet, steht über Nacht schön kühl in der Garage, dann wird er Sonntag frisch zubereitet.“ Eiersuchen kennt keine Altersgrenzen: Dorothea Scheufler (72) aus Husberg wird mit ihrer 44-jährigen Tochter die Tradition hochhalten. Außerdem geht sie zum ökumenischen Osterfeuer: „Auf jeden Fall. Ich war früher mal im Bachchor, da haben wir in der Osternacht gesungen.“

Gleich 30 Eier haben Kim (7), Jul (9) und Gina (11) Schmidt mit ihrer Oma Marianne aus Gadeland gekauft. Das Trio aus Braunschweig freut sich auf das Eier-Auspusten und -Färben; Oma backt einen Kuchen in Form eines Lammes und einen Osterzopf. „Außerdem spielen wir ganz viele Spiele im Garten“, sagt Kim voller Vorfreude.

Bunte Eier und ebenfalls 30 braune Eier kauft Rita Iwers (64) aus Großenaspe bei Bauer Rainer Koopmann, der außerdem auch große und bereits ausgepustete Gänse-Eier im Angebot hat. „Es gibt Eier zum Frühstück, außerdem habe ich geschmückte Sträuße vor der Tür. Wir unternehmen außerdem einen Osterspaziergang, und es gibt Lammbraten“, sagt sie. Die bunten Eier gehen gut, sagt Koopmann und vermutet: „Die Leute haben weniger Lust zum Färben.“ Gar keine bunten Eier braucht Erhard Ziemus (76) aus der Böcklersiedlung: „Meine 16-jährige Enkelin Anna hat Araucana-Hühner, die legen grüne Eier.“

Nur bunte Tulpen kaufte sich Sandra Gloe (40 ) aus Boostedt. Die selbstständige Tanzsporttrainerin freut sich auf das Fest mit ihrem Mann Martin, der im Baustoffhandel arbeitet – beide sind beruflich eingespannt: „Wir werden uns nichts schenken. Die gemeinsame Freizeit ist das schönste Geschenk.“

 

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erstellt am 04.Apr.2015 | 06:00 Uhr

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