Grossenaspe : Orgelzyklus lockte 80 Besucher an

Moritz Schott sitzt an der Marcussen-Orgel.
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Moritz Schott sitzt an der Marcussen-Orgel.

Moritz Schott überzeugte in Großenaspe mit einem vielseitigem Programm.

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25. Januar 2016, 12:00 Uhr

Grossenaspe | Die beliebte Orgelkonzertreihe, die Professor Ernst-Ulrich von Kameke vor zehn Jahren ins Leben gerufen hat, lockte mit ihrer zweiten Veranstaltung im zehnten Zyklus am Sonnabend gut 80 Besucher in die Katharinenkirche.

Der geladene Künstler war dieses Mal Moritz Schott, Kantor und Organist an der Lutherkirche in Hamburg-Wellingsbüttel. Der studierte Kirchenmusiker hatte ein abwechslungsreiches Programm im Gepäck. Den Anfang machte der große Komponist sakraler Musik, Johann Sebastian Bach (1685-1750). Allerdings musste der Organist kurzfristig eine kleine Programmänderung vornehmen: Statt der geplanten Toccata und Fuge in F-Dur gab es ein Präludium in D-Dur. „Es fehlen Töne im Pedal“, erklärte Schott.

Viele Besucher schlossen genießend die Augen. Nur hin und wieder schauten sie auf die Leinwand, um die Projektion von Schotts Orgelspiel zu sehen. Die Marcussen-Orgel steht nämlich auf der Empore und bleibt den Zuhörern damit verborgen.

Es folgte Robert Schumann (1810-1856) mit dem Kanon 1 in C-Dur und dem Kanon 3 in E-Dur. „In diesem romantischen Charakterstück zeigt sich die Meisterschaft Schumanns, weil sich die Komplexität des Stücks versteckt“, erläuterte Moritz Schott und leitete auf das nächste Stück, die „Invokation“ aus Max Regers (1873-1916) zweiter Sonate, über. Um dieses Stück zu spielen, bediente sich Schott der elektrischen Orgel im Altarraum, dessen Tür er offen ließ.

Nach einigen technisch bedingten Schwierigkeiten konnte sich die Dramatik des Stücks dann doch im Raum entfalten. Experimentell- modern wurde es mit Sofia Gubaidulinas (geboren 1931) Komposition „Hell und Dunkel“, bevor mit Marcel Duprés (1886-1971) zweiten Symphonie das Programm endete.

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