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Musikarena : Orchester und Chöre sorgten für Gänsehaut

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

27. Gala des Mädchen-Musikzuges begeisterte 1200 Zuschauer.

Die rund 100 Sänger des Holstein-Chors und der Liedertafel Boostedt schufen dramatisch zu den „Moments for Morricone“ mit ihrer filmreifen Leistung eine spannungsgeladene Atmosphäre, in der man – inklusive Hufgetrappel und Trompeten-Gewieher vom Orchester – die Schurken förmlich durch die Prärie reiten hörte. Die Premiere auf der 27. Musikarena des Mädchen-Musikzuges am Wochenende riss rund 1200 Zuschauer mit.

Für das bravouröse Western-Medley mit „Spiel mir das Lied vom Tod“ ernteten die Akteure begeistertes Füßetrampeln, Bravo-Rufe und Pfiffe. „Wow“ war der Kommentar von RSH-Chefkorrespondent Carsten Kock, der mit Cowboy-Hut und Spielzeug-MG stilecht moderierte.

Eine Mammutleistung: In schulterfreien Abendkleidern und Glitzer im Haar bewiesen die 40 „Mädels“ und Ehemalige in drei Vorstellungen ihre musikalisches Können – unter Leitung von Hans-Georg Wolos, der von Kock als „hochwertiges Strandgut“ mit Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek am Seil als „Miserables“-Sträflinge „abgeschleppt“ wurde. Nach majestätischen „Pacific Dreams“ und dem verträumten Billy-Joel-Werk „Leningrad“ verwandelte sich Wolos bei „Pirates of the Caribbean“ auch optisch in Käpt’n Jack Sparrow – erneut großes Filmmelodie-Theater mit anspruchsvollen Tempi- und Stimmungswechseln. Für das musikalische Motto des Abends meisterte Wolos als Sänger eine der schönsten Oden an die Musik: „Music was my first Love“ von John Miles. Es gab Riesenapplaus.

Im zweiten Konzertteil mit dem Schwerpunkt auf „Les Miserables“ verstärkten nicht nur die Sänger unter Leitung von Manfred Braun das Orchester. Als stimmliches Naturtalent brillierte Judith Patten aus Wasbek ergreifend-melodramatisch mit dem sehnsuchtsvollen Liebeslied „Nur für mich“ und „Ich habe geträumt“ in authentischem Lumpen-Outfit. Brigitta Wolos lieferte sich als resolute Wirtsfrau Tenadier mit ihrem „Gatten“ Harald Riedel (urkomisch mit Zahnlücke und Rastafari-Perücke) einen gekonnten Zank, wer Herr – oder Frau – im Haus ist. Die Zuschauer kugelten sich vor Vergnügen, und Hans-Georg Wolos erlaubte sich ein kleines Küsschen als Kompliment für seine Frau.

Traditionell gab es auch Ehrungen: Zu Ehren von Chantal Hoops, Caroline Pfeffer, Sina Poggemeier (100 Einsätze), Lara Omland (200 Einsätze), Virginie Emmerlich, Lena Catharina Wolos, Fina Steinkamp (300 Einsätze) und Angelina Kirsch (400 Einsätze) spielte das Orchester „Song for Lovers“.

Im Finale wurde es „very british“: „Enjoy London in Neumünster, have Sinn for Unsinn“, radebrechte Kock amüsant beim Ankündigen von „Pomp and Circumstance“.

Bombastisch-fröhlich zelebrierten Orchester und Sänger das Kultstück der „First Night of the Proms“ mit Großbritannien-Flaggen, und das gut gelaunte Publikum schwenkte Smiley-Fähnchen und Leuchtstäbe. „Beide Daumen hoch, ich habe leider nur zwei, ich nehme auch alle zehn Finger. Das war super, einfach Spitze“, war der enthusiastische Kommentar von Zuschauer Günter Blindow (60) aus Bönebüttel, ebenso von Ehefrau Ute (59) und Tochter Manuela (42). Am Sonnabendabend vergnügten sich dann 300 Gäste auf der Galanacht und tanzten zu den Hits der Band „Hale-Bopp-Musik“.





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erstellt am 13.Jan.2014 | 05:45 Uhr

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