zur Navigation springen

Polizeibricht : Opfer der Messer-Angriffe sind auf dem Weg der Besserung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die beiden blutigen Messer-Attacken, die sich kürzlich binnen einer Woche ereigneten, beschäftigen nach wie vor die Polizei.

shz.de von
erstellt am 25.Jun.2015 | 07:00 Uhr

Neumünster | Die beiden blutigen Messer-Attacken, die sich kürzlich binnen einer Woche ereigneten, beschäftigen nach wie vor die Polizei. Denn noch sind zahlreiche Details und Hintergründe unklar. Die Opfer sind derweil auf dem Weg der Besserung. Ein Mann konnte sogar mittlerweile das Krankenhaus verlassen.

Die erste Tat ereignete sich am Kösten-Freitag gegen 10.40 Uhr an der Ecke Wasbeker Straße/Fabrikstraße. Im Zuge einer Auseinandersetzung soll ein Neumünsteraner (28) einen vier Jahre jüngeren Kontrahenten so stark verletzt haben, dass der Mann wenig später auf dem Fußweg zur Linienstraße blutend zusammenbrach (der Courier berichtete).

„Wir gehen mittlerweile von Stichverletzungen aus. Die Tatwaffe wurde aber noch nicht gefunden“, erklärte Polizeisprecher Sönke Hinrichs auf Nachfrage. Der Verdächtige sitzt nach wie vor in Untersuchungshaft. Sein Opfer wurde mittlerweile aus dem Friedrich-Ebert-Krankenhaus entlassen. Worüber sich die beiden Männer kurz vor der Tat so erbittert stritten, ist unter anderem Gegenstand der Ermittlungen. Laut Polizei kannten sie sich aber schon vorher.

Auch im zweiten Fall, der nur eine knappe Woche später ebenfalls an der Wasbeker Straße ein paar hundert Meter weiter stadtauswärts viele Anwohner schockierte, gibt es noch viele offene Fragen. Am späten Donnerstagabend gegen 23.50 Uhr hatte plötzlich vor dem Haus Nummer 108 eine Frau (37) in Todesangst aus einem Auto heraus laut um Hilfe geschrien, weil ein Mann (43) mit einem Messer auf sie einstach. Die Nachbarn riefen die Polizei und versuchten noch, den Mann zu stoppen. Doch erst den Beamten gelang es, ihn von seinem Opfer wegzuziehen. Er wurde festgenommen. Laut Polizei befindet sich die Frau noch im Krankenhaus. „Sie ist aber stabil“, so Sönke Hinrichs.

Die Stiche auf die Frau werten die Ermittler derzeit als Beziehungstat. Wie lange sich das Paar bereits kannte, ob es verheiratet ist oder ob es getrennt lebte, wollte die Kieler Staatsanwaltschaft in Hinblick auf die laufenden Ermittlungen nicht kommentieren. „Wir machen keine Aussagen zu den persönlichen Details“, erklärte Oberstaatsanwältin Birgit Heß. Auch zu der Frage, ob eventuell ein kultureller Hintergrund bei der Bluttat eine Rolle gespielt haben könnte, äußerten sich die Ermittler auf Courier-Anfrage nicht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert