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Holsteinischer Courier

19. September 2017 | 21:02 Uhr

Veteranenfahrt : Oldtimerfahrt fürs Kinderdorf

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mehr als 20 edle Karossen machten sich gestern bei der Veteranenfahrt auf den Weg durch Mittelholstein.

shz.de von
erstellt am 03.Jul.2017 | 09:00 Uhr

Neumünster | Mit einer besonders schönen Aktion startete Lars Thullesen (44) gestern in sein Präsidentschaftsjahr beim Lions-Club Neumünster: Ein schicker Oldtimer nach dem anderen traf in der Frühe auf dem Gelände des Kinderferiendorfs ein, um eine Veteranenfahrt für den guten Zweck zu starten. Über 20 Edel-Karossen machten bei der Wohltätigkeitsfahrt mit, die der Service-Club zusammen mit der Dachdeckerinnung Mittelholstein zum zweiten Mal arrangiert hatte.

Wie im vergangenen Jahr kommt der Erlös dem Kinderferiendorf zugute. Stolze 17  000 Euro sind dank Startgebühren und vor allem durch Sponsoren zusammengekommen. „Mit der Aktion sollen zwei Sanitärgebäude und eine Küche renoviert werden“, erklärte der Geschäftsführer der Firma Volker Thullesen. Er selbst schwang sich hoch ins Führerhaus hinter das große Lenkrad seines Magirus-Deutz-Busses aus dem Jahr 1977. Den ehemaligen Reisebus mit 30 Sitzen hat Lars Thullesen zum gemütlichen Wohnmobil umfunktioniert. „Er bringt es auf rasante 110 Kilometer in der Stunde“, sagte er lächelnd.

Doch um Geschwindigkeit ging es nicht bei der 120 Kilometer langen Corsofahrt der Raritäten. „Wir wollen gemeinsam eine schöne Tour machen und miteinander plauschen“, so der neue Lions-Präsident. Ausbaldowert hat die Strecke über Kiel, Flintbek, Bissee und Brügge Peter Hahn, der mit seinem knuffigen Morris Minor von 1965 mitfuhr. „Eigentlich wollte ich meinen MG Roadster von 1963 nehmen, aber wegen des Regens habe ich mich doch für einen geschlossenen Wagen entschieden“, meinte er. In einem Traum in Weiß fuhren Ulrike und Michael Kowalewski aus Latendorf vor. „Das ist eine Corvette C1 von 1962. Ich finde den Wagen unglaublich formschön“, erklärte der Amerika-Fan, der zu Hause noch drei weitere Oldtimer besitzt. Der schnittige Zweisitzer aus dem Hause Chevrolet hat 258 PS unter der Haube, und sein Verbrauch zeugt von der Sorglosigkeit, mit der man vor 50 Jahren in Amerika mit Erdöl umging: Satte 20 Liter schluckt der Sportwagen auf 100 Kilometern. „Wir rasen damit nicht, sondern fahren gemütlich. Er ist aber schwer zu lenken, weil er keine Servolenkung hat“, sagte Ulrike Kowalewski, die in der Garage zwei wertvoller Schmuckstücke auf Rädern hat.

Ihren blitzblanken roten Triumph TD von 1953 hatten Sigrid und Jochen Gruber sicher auf einem Anhänger aus Hamburg nach Neumünster transportiert, um bei der Ausfahrt mitzumachen. Den Sitz des Cabrioverdecks überprüfte Jochen Gruber wegen des Nieselregens. „Das hält dicht. Aber an den Seiten hat das Modell keine Fenster. Macht aber nichts, wir bleiben trocken, der Regen zieht an den Seiten vorbei“, zeigte sich der Oldtimer-Fan unbeeindruckt.

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