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Kirchencafe Sternstunde : Ohne weitere Mitstreiter droht das Aus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadtteilbeirat Einfeld sorgt sich um die Zukunft des beliebten Treffs

von
erstellt am 04.Okt.2014 | 06:45 Uhr

Neumünster | Der Appell von Diakonin Iris Bendzuk auf der Sitzung des Stadtteilbeirats Einfeld war eindringlich: „Wir suchen dringend Mitarbeiter für das Kirchencafé Sternstunde.“ Ohne weitere ehrenamtliche Unterstützung könne der beliebte und in Einfeld gut verwurzelte Treff an der Neuen Straße nicht mehr gehalten werden und müsse endgültig schließen.

Zurzeit hat das Kirchencafé an drei Nachmittagen geöffnet. 30 Mitarbeiter engagieren sich hier ehrenamtlich. Der neue Eigentümer sei bei den Mietbedingungen sehr entgegen gekommen, auch die Kirchengemeinde als Träger schieße viel Geld dazu. Dennoch müssten die Preise angehoben und Serviceangebote den Kosten angepasst werden. Iris Bendzuk: „Uns bleibt nicht viel Zeit. Wir benötigen mindestens zehn neue Mitarbeiter bis November.“

Der Rückblick auf das „Kleine Seefest“ fiel positiv aus. Der kleinere familiäre Rahmen ohne Musikbühne sei durch die Gema-Gebühren vorgegeben, sagte die stellvertretende Beiratsvorsitzende Sandra Weiß (CDU). Eine Wiederholung ist geplant, allerdings nicht im Jahresrhythmus, sondern erst wieder 2016, sagte Stadtteilvosteher Sven Radestock (Grüne).

Beim Thema Barrierefreiheit am Einfelder See lässt der Stadtteilbeirat nicht locker und hat dabei die Unterstützung des Behindertenbeauftragten der Stadt, Hartmut Florian. Die Aussage der Stadt, die beengten Verhältnisse ließen keine behindertengerechten Toiletten am See zu, stimme so nicht.

Man könne die bestehenden Depot- und Lagerräume in den WC-Anlagen zu Behinterten-WC umbauen, lautete die Forderung. Außerdem beantragt der Stadtteilbeirat, den Abgang an der Schanze zum See wieder behindertengerecht zu gestalten und beim Segelclub und an der Schanze Behinderten-Parkplätze auszuweisen. „Das alles ist mit gutem Willen und relativ geringem Aufwand möglich“, sagte Radestock.

Aufgreifen will der Stadtteilbeirat auch viele Anregungen der Aktion „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Kinder und Jugendliche hatten ihren Stadtteil mit der Kamera unter die Lupe genommen und dabei die schönen und nicht so schönen Seiten Einfelds in den Fokus genommen.

Zum Thema seniorengerechtes Wohnen am Kreuzkamp/Stubbenkammer gab es inzwischen eine Informationsveranstaltung. Eine Mehrheit der Anwohner sei in einer Befragung für eine Hinterlandbebauung, sagte Radestock. Er machte aber auch klar, dass er sich nur eine einvernehmliche Lösung vorstellen kann.

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