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Neue Fernbuslinie : Ohne Umsteigen von Neumünster nach Berlin

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ab 10. April gibt es eine neue Mein-Fernbus-Strecke. Sie führt von Neumünster über Bad Segeberg, Lübeck und Schwerin in die Bundeshauptstadt.

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erstellt am 06.Apr.2014 | 09:00 Uhr

Neumünster | Brandenburger Tor, die Siegessäule, der Bundestag – die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt sind ab Donnerstag, 10. April, innerhalb von vier Stunden und 50 Minuten direkt von Neumünster aus auch über die Straße erreichbar. Das Berliner Unternehmen „Mein Fernbus“ baut sein Streckennetz aus. Neumünster wird Startpunkt einer neuen Route, die zweimal täglich über Bad Segeberg, Lübeck und Schwerin zum Berliner Zob führt.

Kooperationspartner ist dabei das Neumünsteraner Busreiseunternehmen Dehn Touristik. Die Firma fährt bereits für Mein Fernbus auf der bis dato einzigen schleswig-holsteinischen Fernbus-Strecke von Kiel über Hamburg nach Berlin. Die darf aber aus rechtlichen Gründen nicht in Neumünster halten. „Die Nachfrage steigt stetig“, erklärt Geschäftsführer Klaus Dehn. Die Kieler Strecke werde mittlerweile fünf Mal am Tag bedient, in Neumünster startet man mit zwei Verbindungen pro Tag.

Wie viele Reisende die neue Verbindung nutzen werden, kann Dehn noch nicht abschätzen. Pro Bus finden 48 Personen Platz. Die Planung übernimmt Mein Fernbus. Dehn ist der Kooperationspartner, der die Busse und das Personal stellt. „Die Gründer von Mein Fernbus sind ehemalige Bahn-Mitarbeiter und kennen sich bestens mit der Streckenplanung aus. Die wissen genau, wo Bedarf ist und wo nicht“, erklärt Dehns Disponent Christian Sexstro.

Seit der Markt für nationale Fernbuslinien Anfang 2013 nach jahrzehntelangen Beschränkungen weitgehend liberalisiert wurde, steht die Bahn unter Konkurrenzdruck. 40 Millionen Euro an Fahrgeldeinnahmen entgingen dem Staatsunternehmen deshalb nach eigenen Angaben allein 2013.

Punkten kann die Bahn auf der Strecke von Neumünster nach Berlin aber auch weiterhin mit der Fahrtzeit: Weniger als drei Stunden dauert die Reise; der Fernbus braucht rund zwei Stunden länger, dafür muss man nicht in Hamburg umsteigen. Sexstro findet weitere Argumente für die Busfahrt: „Mit Preisen ab 19 Euro für eine Fahrt sind wir günstiger.“ Bucht man heute eine Bahnfahrkarte für den 10. April nach Berlin, werden mindestens 59 Euro fällig.

Außerdem werde im Fernbus sehr auf Komfort geachtet, so Sexstro. Jeder Sitzplatz hat einen Stromanschluss. Es gibt eine Internetverbindung, und teilweise verfügen die Busse schon über ein Mediasystem, über das kostenlos Filme geschaut werden können.

Abfahrtsort ist am Zob, Ecke Sager-Viertel. Tickets können im Internet unter www.meinfernbus.de oder in vielen Reisebüros gebucht werden. Restkarten sind auch im Bus zu erwerben – allerdings nicht zum Sparpreis.

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