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Seniorenbeirat und Polizei : Offensive Aktion gegen Kriminalität

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Polizei und Seniorenbeirat wollen verhindern, dass ältere Menschen Opfer von Straftaten werden und klären über drohende Gefahren auf.

von
erstellt am 14.Okt.2014 | 07:00 Uhr

Neumünster | An das Gute im Menschen zu glauben, ist grundsätzlich keine negative Eigenschaft. Dass zu viel Offenheit gegenüber Fremden jedoch auch Risiken birgt, erfahren Senioren derzeit im Stadtteil Brachenfeld/Ruthenberg. Ein Tandem aus Polizistin und Seniorenbeirats-Mitglied ist zehn Tage lang in verschiedenen Straßen unterwegs und besucht ältere Menschen, um sie über potenzielle Gefahren aufzuklären.

Bereits die erste Seniorin, bei der Polizeihauptkommissarin Sandra Christian und Hans Janzen vom Seniorenbeirat gestern klingelten, verhielt sich vorbildlich. „Wer ist da bitte?“, hallte es zunächst durch die Gegensprechanlage. Oben vor der Haustür blieb Ilse Buttgereit (Name geändert) weiter skeptisch. „Woher weiß ich denn, dass Sie wirklich echt sind?“, fragte die ältere Dame, die schon einmal Opfer eines Überfalls geworden war – und hatte damit alles richtig gemacht. „Es ist extrem wichtig, keine Fremden ins Haus zu lassen. Daher sollte immer die Gegensprechanlage benutzt werden, bevor auf den Türöffner gedrückt wird“, riet Sandra Christian. Weiterhin sei empfehlenswert, die Tür von innen mit einer Kette zu sichern, sobald es klingelt, ergänzte Hans Janzen.

Auch bei mysteriösen Telefonanrufen sei äußerste Vorsicht geboten, erklärte das Mitglied des Seniorenbeirats. „Wenn Sie einen Anruf von einer fremden Person bekommen, die Sie in ein Gespräch verwickeln will oder versucht, sie auszuhorchen, legen Sie sofort auf“, riet Hans Janzen Ilse Buttgereit, die kürzlich eine Dame am Telefon hatte, die ihr einen nicht bestellten Blumenstrauß vorbeibringen wollte. Hilfreich sei auch, nach dem Namen des Anrufers zu fragen. „Die meisten Betrüger sind dann so irritiert, dass sie auflegen“, ergänzte Sandra Christian.

Ganz besonders wiesen die Polizistin und das Seniorenbeiratsmitglied darauf hin, die eigene Tasche niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Ein Tipp, den sich Ilse Buttgereit zu Herzen nehmen will. „Ich wurde im Supermarkt schon darauf angesprochen, dass ich meine Tasche im Einkaufswagen gelassen hatte, während ich durch die Gänge gelaufen bin“, sagte sie.

Geschichten wie diese hört Hans Janzen häufig. Umso wichtiger ist es ihm, weiter Aufklärungsarbeit zu leisten: „Viele Menschen sind einfach zu leichtgläubig. Da gibt es noch eine ganze Menge zu tun.“ „Nachbar“ auf Seite 9

Weitere Termine: Heute: Noldestraße 17-44; Morgen: Hauptstraße; 16. Oktober: Tizianstraße; 17. Oktober: Am Geilenbek, Feuerbach-, August-Macke-Straße, Am Ruthenberg; 20. Oktober: Pechsteinstraße; 21. Oktober: Frankenstraße, Alemannenstraße; 22. Oktober: Emil-Köster-Straße; 23. Oktober: Slevogt-/Spitzwegstraße; 24. Oktober: Paul-Klee-Straße.
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