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Holsteinischer Courier

18. Dezember 2017 | 02:31 Uhr

Baustelle : Öffnung der Schleusau geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach der Winterpause beginnen jetzt die Arbeiten am Bachbett und an der Natursteinmauer. Ein Ende der Umgestaltung ist weiter offen

von
erstellt am 17.Mär.2016 | 08:00 Uhr

Neumünster | Fast hatte man sich schon an den Anblick der ruhenden Baustelle gewöhnt, aber jetzt tut sich doch wieder etwas vor dem Museum Tuch + Technik: Nach mehrmonatiger Unterbrechung sollen in dieser Woche die Arbeiten zur Öffnung der Schleusau vor dem Museum wieder aufgenommen werden.

Mitarbeiter einer Tiefbaufirma bereiteten auf dem Rasen vor dem Museum gestern den Standplatz für einen Baukran vor, der voraussichtlich ab Freitag neben der Schleusau aufgebaut werden soll. Er soll Maschinen und Baumaterial in den geöffneten Bachgraben heben, ohne dabei den Verkehr auf dem Schleusberg zu behindern.

Bereits am Dienstag hatte die Stadt den Abfluss vom Teich sperren lassen, um die Baugrube wieder trocken zu legen. Der Wasserstand im Teich wird jetzt wieder ausschließlich über das Sperrwerk an der Mühlenbrücke reguliert. Tiefbauer wollen in den kommenden Wochen das künstliche Betonbett der Schleusau erneuern und mit dem Wiederaufbau einer Natursteinmauer am Bachufer beginnen.

Die Stadt will vor dem Museum ein etwa 20 Meter langes Teilstück der in den 60er-Jahren verrohrten Schleusau wieder zurück ans Tageslicht holen und den Uferbereich zu einer kleinen Parkfläche umgestalten. Die Planer hoffen, dabei auch die historische Natursteinbrücke in der Zufahrt zur Stadthalle wieder ins rechte Licht rücken zu können. Der neue Blickfang soll mithelfen, Besucher der Holsten-Galerie zu einem Besuch der weiteren Innenstadt zu ermuntern. Ohnehin hätte die Schleusau geöffnet werden müssen, um die maroden Betonrohre im Erdreich zu ersetzen.

Ursprünglich sollten die im August 2014 begonnenen Arbeiten noch weit vor Eröffnung der Holsten-Galerie abgeschlossen sein, aber immer wieder kam es zu Verzögerungen: Bei der Freilegung der Rohre stießen die Tiefbauer auf erhöhte Giftkonzentrationen an den Betonteilen. Die Arbeiten wurden unterbrochen, die Betonteile später unter hohen Sicherheitsvorkehrungen aufwendig geborgen und entsorgt. Wenig später waren neben der Brücke Reste einer historischen Uferbefestigung entdeckt worden. Wieder wurden die Arbeiten unterbrochen, um die historischen Wände in die Planungen einbeziehen zu können.

Auch die Kosten waren – nicht zuletzt wegen der teuren Giftentsorgung – aus dem Ruder gelaufen. Ursprünglich sollte die Öffnung und Umgestaltung rund 680  000 Euro kosten. Zuletzt standen 1,2 Millionen Euro im Raum. Wann die Arbeiten vor dem Museum abgeschlossen werden, ist weiter offen.

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