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Feier auf der Alten Obstwiese : Obsternte als fröhliches Fest

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der neu gegründete Verein „Alte Obstwiese“ hatte auf das Gelände an der Kieler Straße eingeladen. Viele Informationen, Früchte und Saft.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2017 | 10:00 Uhr

Neumünster | Herbstprinzen, französische Renetten, das Juwel von Kirchwerder und zahlreiche andere Apfelsorten lockten am Sonntag gut 200 Naturfreunde auf die alte Obstwiese an der Kieler Straße. Eingeladen zum jährlichen Obsternte-Fest hatte der neu gegründete Verein „Alte Obstwiese“, der aus dem 2004 entstandenen Arbeitskreis hervorgegangenen ist.

Der Verein hat mit der Stadt als Eigentümerin des Geländes einen Pflegevertrag abgeschlossen. „Unser Ziel ist der Erhalt der Wiese und der alten Obstsorten“, erklärte Burkhard Roese, der erste Vorsitzende des 20 Mitglieder zählenden Vereins.

Über 400 Bäume, einige davon älter als 100 Jahre, wachsen in der 30  000 Quadratmeter großen, naturbelassenen Oase. Überwiegend wachsen dort Äpfel, aber auch Walnüsse, Birnen, Quitten, Kirschen und Pflaumen gedeihen auf dem Areal, das bis in die 1950er-Jahre als Obst-und Gemüsebetrieb genutzt wurde.

„Ich koche gerne ein und probiere vieles aus. Über die Birnenquitte habe ich mich unter anderem informiert“, sagte die Besucherin Petra Endrikat aus Neumünster, während sie an der Auslage von etwa 40 Apfelsorten vorbei schlenderte. „Hier wachsen mehr als 60 Sorten, die bestimmt sind. Das Besondere hier ist aber auch, dass es Apfelbäume gibt, die sich selbst durch Kerne entwickelt haben und nicht durch Menschenhand über Veredelung entstanden sind“, erläuterte Burkhard Roese.

Konkrete Fragen an die Hobby-Apfelbauern des Vereins hatte Besucher Volker Schmidt: „Ich war unzufrieden mit dem Ertrag unserer Bäume im Garten. Nun weiß ich, dass man gerade bei jungen Bäumen den Stamm frei von Gras und anderen Pflanzen halten soll, damit sie keine Nährstoffe rauben. Außerdem finde ich die Begeisterung ansteckend, mit der die Leute das hier aufziehen.“ Der Neumünsteraner hat zudem die Chance genutzt und leckeren, frisch vor Ort von der mobilen Saftpresse bereiteten Apfelsaft gekauft.

Dass die alten Apfelsorten den neuen geschmacklich überlegen sind, ist ein Gerücht, meint Heinrich Kautzky vom Verein. „Die neuen Züchtungen schmecken auch lecker. Sie sind nur sehr pflegeintensiv. Für den heimischen Garten suche ich mir lieber eine robuste und seltene Sorte aus“, sagte der zweite Stellvertreter.

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