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Klaus-Groth-Schule : Oberstufenschüler setzten Shakespeare in Szene

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Shakespeares Biografie weist Löcher auf. Eines davon haben 50 Klaus-Groth-Schüler nun keck gestopft.

shz.de von
erstellt am 29.Jan.2016 | 10:00 Uhr

Neumünster | Er ist ein Star der Weltliteratur. Neben Homer gilt William Shakespeare als bedeutendster Schriftsteller der Literaturgeschichte und ist – Schätzungen zufolge – mit drei Milliarden verkauften Exemplaren der meistverkaufte Autor aller Zeiten. Hamlet, Romeo und Julia, ein Sommernachtstraum, Macbeth – seine Werke sind hinlänglich bekannt, seine Vita dagegen weniger.

Shakespeares Biografie weist Löcher auf. Eines davon haben 50 Oberstufenschüler der Klaus-Groth-Schule nun keck gestopft. In ihrem Varietéprogramm „One night with Shakespeare“ schickten sie den Engländer am Mittwochabend als Kneipenwirt auf die Bühne, ließen ihn am Tresen einschlafen und ihn dann eine bunte Mischung seiner Bühnenstücke träumen.

Ebenso unkonventionell wie mit der Person Shakepeares gingen die Elftklässler mit dem Stoff um. Da fand sich Macbeth plötzlich mitten im Sommernachtstraum wieder, da blieb die Bühne über Minuten leer, weil die Schauspieler im Publikum saßen und über die tragische Geschichte von König Lear diskutierten, und da traten Romeo und Julia(n) als schwules Pärchen ins Rampenlicht.

„Sämtliche Szenen sind in Eigenregie der Schüler entstanden. Die Jugendlichen hatten nur eine Vorgabe: Keine Szene durfte die originalgetreue Wiedergabe eines Shakespeare Stückes sein. Ansonsten war alles erlaubt“, beschrieb Inga Hilscher das Konzept.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Anja Baum unterrichtet die Lehrkraft für Darstellendes Spiel die Oberstufenschüler seit anderthalb Jahren. „In der zehnten Klasse haben wir Grundlagen von Bühnenarbeit und Darstellung vermittelt“, sagte Inga Hilscher. Nun seien die Schüler reif für die Bühne, befanden die beiden Lehrerinnen nach den Sommerferien, und da im Englischunterricht William Shakespeare auf dem Lehrplan stand, bot sich die fächerübergreifende Arbeit an. Diese Idee zahlte sich aus.

Dass sich sämtliche Oberstufenschüler intensiv mit dem Stoff des englischen Dramaturgen auseinander gesetzt hatten, spiegelte jede der insgesamt zehn Szenen wider. Dass sie den Freiraum, den ihnen Inga Hilscher und Anja Baum ließen, mit viel Freude und Kreativität füllten, davon zeugten die Vorträge: Julius Cäsars Auftritt wurde durch Rapmusik begleitet, und Punks ließen ihrem Unmut zum Thema Sommernachtstraum freien Lauf.

Mit viel Engagement, großer Spielfreude und der Unterstützung der Technik-AG gelang den 50 Elftklässlern ein äußerst unterhaltsames Shakespeare-Programm, das die 150 begeisterten Gäste immer wieder mit Zwischenapplaus honorierten.


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