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Holsteinischer Courier

13. Dezember 2017 | 11:00 Uhr

Bornhöved : Oberstufe wurde abgelehnt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Enttäuschung in Bornhöved: Die Sventana-Schule bleibt Grund- und Gemeinschaftsschule

von
erstellt am 21.Dez.2013 | 08:15 Uhr

Gestern um 11.30 Uhr ging die Mail des Bildungsministeriums raus: Die Oberstufe für die Sventana-Gemeinschaftsschule in Bornhöved wird nicht genehmigt. „Die Enttäuschung ist frisch und da, aber wir stecken den Kopf nicht in den Sand“, war gestern die erste Reaktion von Schulverbandsvorsteherin Silke Roßmann, die auch Bürgermeisterin von Wankendorf ist.

Die Bornhöveder hatten bereits auf eine Antwort aus dem Ministerium gewartet, mehrmals in den vergangenen Wochen versucht, Kontakt aufzunehmen, aber keine Reaktion vom Land erhalten. Gestern – am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien – kam nun der abschlägige Bescheid.

Wie Silke Roßmann erklärte, hing der Mail eine sehr ausführliche Begründung an. Hauptargument des Ministeriums ist die Zahl der Schüler. Silke Roßmann räumt ein, dass es in diesem Jahr zu wenig Kinder seien. Doch die Einrichtung der Oberstufe, sei ja auch auf die Zukunft ausgerichtet. Außerdem gebe es viele Rückläufer von Gymnasien, so dass die Sventana-Schule die Anforderungen in den kommenden Jahren erfüllen würde. Das Ministerium jedoch geht nicht davon aus, dass nach drei Jahren dauerhaft 50 Schüler pro Jahrgangsstufe erreicht würden. Unverständlich ist die Entscheidung für die Schulverbandsvorsteherin auch, weil die Schule in Bornhöved einen großen Bereich abdecke. Die nächsten Schulen mit Oberstufen seien in Trappenkamp, Neumünster, Plön, Bad Segeberg oder auch in Kiel.

„Wir waren nicht völlig unvorbereitet auf die Entscheidung, hatten jedoch trotzdem Hoffnung“, bedauerte Bornhöveds Schulleiter Maik Abshagen die Mitteilung. Dabei hätte die Oberstufe gut in das Bornhöveder Schulzentrum gepasst, zumal auch die Oberstufe in der Nachbargemeinde Trappenkamp ausgelastet sei. Die Schule und die Gemeinden wären gut auf die Oberstufe vorbereitet gewesen. Jetzt heißt es für die Schüler aus dem Einzugsgebiet, längere Wege auf sich zu nehmen, wenn der Besuch des Gymnasiums ansteht.

„Die Entscheidung ist gefallen, jetzt können wir endlich planen“, sagte Silke Roßmann. Die Sventana-Schule sei eine gute Schule und biete eine Grundversorgung. „Wir wollen allen Schülern einen qualitativ hochwertigen Abschluss bieten“, sagte die Schulverbandsvorsteherin.

Genehmigt werden vom Ministerium Oberstufen für die Gemeinschaftsschulen in Lübeck, Bad Segeberg und Bad Bramstedt.


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