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Holsteinischer Courier

19. Oktober 2017 | 09:36 Uhr

OB soll die Flut von Gutachten eindämmen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 11.Feb.2016 | 20:31 Uhr

Wer die Kommunalpolitik in der Stadt verfolgt, der weiß: Fast jede auch nur halbwegs wichtige Entscheidung wird von externen Gutachtern begleitet, nicht selten gleich von mehreren.

Dem Bauausschuss reicht es jetzt. Ungewohnt einvernehmlich schloss sich der Ausschuss der Forderung von Thomas Michaelis (CDU) an, die Flut der Gutachten spürbar einzudämmen.

Der Oberbürgermeister möge dafür sorgen, dass sich die Stadt mindestens in den kommenden fünf Jahren weder direkt noch indirekt an der Finanzierung von externen Gutachten, Analysen oder Konzepten beteiligt, forderte Michaelis per Antrag – jedenfalls wenn voraussichtlich nur ein geringer Nutzen für Neumünster zu erwarten sei.

Auslöser für Michaelis’ Rundumschlag war der „Endbericht zum Gewerbeflächenentwicklungsplan A7 Süd (GEFEK)“, in dem das beauftragte Lübecker Beratungsbüro eigentlich Perspektiven für die gemeinsame Gewerbeflächenvermarktung entlang der A 7 aufzeigen sollte. Michaelis ließ an dem Gutachten kein gutes Haar. Das 70 Seiten starke Papier sei in weiten Teilen lediglich eine Bestandsaufnahme, beziehe sich auf die Vergangenheit, ohne künftige Trends aufzuzeigen und bleibe in seinen Empfehlungen, sofern überhaupt vorhanden, abstrakt und unverbindlich, geißelte der frühere Stadtkämmerer. Auch die Sprache der Gutachter bekam ihr Fett weg: „Viele brauchen viele Gutachten, um das zu verstehen“, mokierte sich Michaelis. Der Ausschuss sah keinen Anlass zu widersprechen und stimmte einstimmig für das Gutachten-Verbot.

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