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Ehndorfer Strasse : OB soll alten Radweg wieder herstellen

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ratsherr Arno Jahner (SPD) hat einen offenen Brief an den Verwaltungschef geschickt.

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erstellt am 05.Okt.2015 | 15:00 Uhr

Neumünster | Ratsherr Arno Jahner (SPD) erhöht den Druck auf die Verwaltung, an der Ehndorfer Straße zur alten Radwegregelung zurückzukehren. In einem Brief an Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras fordert Jahner den Verwaltungschef auf, den Radweg an der Ausfallstraße wieder in beide Richtungen zu öffnen und die Radfahrerlaubnis auf dem gegenüberliegenden Fußweg wieder aufzuheben. Diese Regelung hatte hier bis Ende vergangenen Jahres gegolten, war dann – auch mit Zustimmung des Stadtteilbeirats – geändert worden.

Nach dem Courier-Bericht über die umstrittene Radwegführung hätten ihn zahlreiche Anrufe besorgter Eltern und Anleger erreicht. Dies habe ihn bewogen, als Ratsherr aktiv zu werden, begründete Jahner seinen Vorstoß.

An der Ehndorfer Straße gibt es bis dato nur auf der Nordseite einen gesonderten Radweg stadtauswärts. Die Stadt hatte den Zwei-Richtungs-Verkehr auf diesem Radweg Ende vergangen Jahres aufgehoben. Seitdem darf er nur noch stadtauswärts befahren werden. Das sollte vor allem die Unfallgefahren für junge Radler in der Zufahrt zum Schulzentrum an der Franz-Wieman-Straße spürbar senken.

Im morgendlichen Berufs- und Schulstartverkehr war es hier in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Begegnungen zwischen entgegenkommenden Radfahrern, aber auch Radfahrern und Autofahrern gekommen. Die neue Neuregelung sollte für weniger Gedrängel sorgen und den Verkehr übersichtlicher machen.

Der Nachteil: Stadteinwärts fahrende Radler müssen seither entweder auf der Fahrbahn oder aber auf dem dafür freigegebenem Fußweg auf der gegenüberliegenden Seite fahren. Das wird von vielen Radlern, aber auch von Eltern kritisiert, deren Kinder auf ihrem täglichen Weg zur Schule jetzt erst die Ehndorfer Straße überqueren müssen oder mit Fußgängern auf dem Fußweg ins Gehege geraten.

Arno Jahner befürchtet, dass sich die „ohnehin schon gefährliche Situation“ gerade für Schulkinder mit dem Wintereinbruch noch verschärfen könnte. Man fragt sich, welcher Anlieger bereits schon morgens um 7 Uhr den Weg geräumt und gestreut hat, damit die Fahrradschüler freie Bahn haben, schreibt Jahner in seinem Brandbrief.

Für die Betroffenen wäre es dann blanker Hohn, wenn sie mit Eis und Schnee kämpfen müssen, während auf der anderen Seite ein von TBZ geräumter Radweg verläuft, den sie aber nicht benutzen dürfen.

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