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Bürgerentscheid-Analyse : Nur zwei Bezirke waren für die Sperrung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In Tungendorf und Faldera stimmten die Bürger anders ab als im Rest der Stadt. In der Innenstadt fiel das Ergebnis eher knapp aus

von
erstellt am 27.Mai.2014 | 06:15 Uhr

Neumünster | Ein Argument war im Vorfeld des Bürgerentscheids immer wieder zu hören, besonders von Einzelhändlern aus der Innenstadt: Es sei nicht richtig, dass alle Neumünsteraner über das Schicksal des Großfleckens entscheiden dürften; das ginge doch nur die direkten Anlieger oder allenfalls die Bewohner der Innenstadt etwas an. Diese Sorge der Gegner war unbegründet, denn in 43 von 45 Wahlbezirken gab es eine Mehrheit gegen die Sperrung des Großfleckens für den Durchgangsverkehr.

Lediglich in zwei Bereichen am Stadtrand war das anders. Im Wahlbezirk 7 (Wahllokal: Pestalozzischule in Tungendorf) gab es eine hauchdünne Mehrheit für die Sperrung: 50,3 Prozent stimmten dafür und bildeten damit sogar die „Hochburg“ der Befürworter. Und im Bezirk 36 (Grundschule an der Schwale in Faldera) waren es 50,2 Prozent.

Genau anders herum war es in der Timm-Kröger-Schule an der Hauptschule in Brachenfeld (Wahlbezirk 16): Hier stimmten nur 39,0 Prozent für die Sperrung; das war der niedrigste Wert in der ganzen Stadt.

Eher knapp fiel dann allerdings die Mehrheit für die Sperrung im unmittelbaren Stadtkern aus. Im Wahlbezirk 18 im Rathaus, in dem die City-Einwohner ihre Stimme abgaben, waren 54 Prozent für die Sperrung. Das war unterdurchschnittlich, denn im gesamten Stadtgebiet waren es 56,6 Prozent.

Im Vergleich zur Ergebnistabelle der Europawahl (Courier von Montag) hat die Stadt beim Bürgerentscheid keine Briefwahlbezirke ausgewiesen. „Die gut 4300 Stimmzettel der Briefwahl haben wir hier auf 13 Stimmbezirke verteilt, um die Auszählung zu erleichtern“, sagte Wahlleiter Volker Bernaschek. Dadurch weisen mehrere Bezirke ungewöhnliche Ergebnisse aus: Im Bezirk 30 beispielsweise gab es mehr Wähler als Wahlberechtigte.

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