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Digitalfunk : Nur an der Feldstraße ist Digitalfunk ein Problem

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Polizei testet seit zwei Monaten die neue Technik. Das Landespolizeiamt hört kaum Klagen aus den hiesigen Dienststellen.

Vor genau zwei Monaten begann bei der Polizeidirektion Neumünster das digitale Zeitalter. Damals schalteten die Ermittler vom Analogfunk auf Digitalfunk um. Seitdem wird die neue Technik „in Neumünster um dem Kreis Rendsburg-Eckernförde operativ erprobt“, so Jürgen Börner, Sprecher des Landespolizeiamtes. Von kleineren Startschwierigkeiten abgesehen scheinen die Neumünsteraner Beamten mit der neuen Methode ganz gut klarzukommen. „Das überwiegende Votum der Dienststellen war positiv“, erklärte Jürgen Börner. „Allgemeine, im gesamten Land vorhandene Mängel sind natürlich auch in Neumünster vorhanden, jedoch nicht derart gravierend, dass eine Nutzung des Digitalfunks nicht möglich wäre“, sagte der Sprecher.

Erste funktechnische Messungen haben ergeben, dass die Qualität in der Stadt ganz gut ist. „Nur auf einer kurzen Strecke der Feldstraße wurde eine von der Planung abweichende Funkversorgungsgüte nachgewiesen. Es ist eine enge Straße mit relativ hoher Bebauung“, erklärte der Börner. Jetzt soll eine weitere Messung in der ganzen Stadt durch Fachleute erfolgen. Erste Ergebnisse erwarten die Polizisten dann etwa Mitte dieses Jahres. Die Unterversorgung an der Feldstraße soll dann nachgebessert werden.

Über Probleme mit der Sprachqualität gibt es laut dem Landespolizeiamt aus Neumünster keine Klagen. „Nach einer kurzen Anfangsphase setzt in der Regel eine Gewöhnung an die neue Akustik ein“, so Börner.

Digitalfunk in Zahlen: Der flächendeckende Digitalfunk der schleswig-holsteinischen Polizei sollte eigentlich schon zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 eingeführt werden, doch technische Probleme führten zu Verzögerungen. Der bisherige analoge Funkbetrieb soll bundesweit Ende 2016 abgeschaltet werden. Spätestens dann soll in ganz Deutschland auf ein einheitliches Funknetz umgestellt werden. Die neue Technik gilt als abhörsicher und bietet neben der Übermittlung von Nachrichten auch die Übertragung von Positionsdaten per GPS. Bislang sind dem Land durch den Digitalfunk, der in einigen Bereichen immer wieder zu Problemen führte, Kosten in Höhe von 70 Millionen Euro entstanden. Bis Jahresende sollen weitere 16,6 Millionen Euro dazukommen.

 

 

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erstellt am 24.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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