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Ratsversammlung : Nun doch: Mühlenhofschule soll Ganztagsschule werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach langem Hin und Her scheinen sich die Stadtverwaltung und die Schule geeinigt zu haben

Nach jahrelangem Hin und Her scheint sich nun doch der Weg zur Offenen Ganztagsschule am Mühlenhof abzuzeichnen: Das hat die Ratsversammlung am Dienstagabend mit großer Mehrheit beschlossen: SPD, BFB/Piraten, Grüne, FDP und NPD stimmten dafür. Einzig die CDU-Mitglieder enthielten sich. Als Termin für den Start des Ganztagsbetriebs wird das Schuljahr 2015/16 angepeilt.

Seit Jahren plant die Stadtverwaltung mit höchster Priorität, die Mühlenhofschule zur offenen Ganztagsschule zu machen. Hier benötigen viele Kinder eine zusätzliche Förderung, der Ausländeranteil an der Schule liegt bei 60 Prozent, der Einzugsbereich gilt als „sozial belastet“. Das Geld für die nötigen Umbauten steht schon im Haushalt, nämlich rund 875 000 Euro. Die Schulkonferenz selbst hatte die Planung allerdings abgelehnt, und politischer Streit in Schulausschuss und Ratsversammlung trug seinen Anteil zur Verzögerung bei (der Courier berichtete).

Mittlerweile aber hat es offenbar Gespräche zwischen Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth, Schulleitung, Kollegium, Elternvertretern und Ratsmitgliedern gegeben – zum Teil unter Vermittlung eines neutralen Moderators. Humpe-Waßmuth: „Die Gespräche waren sehr konstruktiv, und das war vorher anders. Alle haben das gleiche Ziel: Wir wollen die Benachteiligung der Kinder dort abbauen.“

Wenn die Schulkonferenz offiziell den Beschluss fasst, eine Ganztagsschule werden zu wollen, dann wird die Stadt als Schulträger das Verfahren in Gang setzen, die Anträge im Kieler Bildungsministerium stellen und sich um Fördermittel und Beratungsangebote bemühen. Die Schule soll ihr eigenes pädagogisches Konzept entwickeln und sich dabei mit Schulamt und Verwaltung abstimmen. Wenn der Plan bis 2015/16 nicht umgesetzt werden kann, soll einvernehmlich ein neuer Zeitpunkt gefunden werden – „es sei denn, die Schulkonferenz lehnt die Einführung einer Ganztagsschule ab“, heißt es im Ratsbeschluss.

Das Thema war erneut auf der Tagesordnung, weil der SPD-Antrag auf Ganztagsbetrieb der Grundschule in der November-Sitzung von der CDU vertagt worden war (der Courier berichtete). Hans Heinrich Voigt von den Grünen legte nun einen Änderungsantrag vor, in dem er alle Punkte des SPD-Antrags leicht verändert hatte und dadurch eine Kompromisslösung entstanden war, die entweder einstimmig durchging oder nur von den CDU-Leuten abgelehnt wurden.

 

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