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Neumünster : NPD kam zu spät - Kundgebung fiel flach

vom

Eine Demonstration in Schwerin dauerte zu lange - deshalb fiel eine NPD-Kundgebung in Neumünster am Montag aus. Die Stadt wollte nicht am Zeitrahmen rütteln.

shz.de von
erstellt am 14.Aug.2013 | 07:03 Uhr

Neumünster | Die von der rechtsextremen NPD für Montag auf dem Großflecken angemeldete Kundgebung ging aus wie das Hornberger Schießen: Der NPD-Tross mit einem Lautsprecherwagen und zwei Kleinbussen schaffte es nicht rechtzeitig von einer anderen Kundgebung in Schwerin nach Neumünster.
Da die Stadt als Versammlungsbehörde keine Verlängerung des von 16 bis 19 Uhr genehmigten Zeitrahmens gewährte, sagten die Veranstalter gegen 18.40 Uhr telefonisch ihre Demonstration ab. "Es wird keine Kundgebung mehr geben. Das Thema ist erledigt", erklärte Polizeisprecher Rainer Wetzel. Die massiv angerückten Polizeikräfte und die Gegendemonstranten rückten daraufhin vom AOK-Parkplatz an der Rudolf-Weißmann-Straße ab.

70 Gegendemonstranten warteten

Noch gegen 18 Uhr hatten die NPD-Veranstaltungsleiter mitgeteilt, den Termin halten zu wollen und sich mit einer Verlagerung auf den AOK-Parkplatz einverstanden erklärt. Ein ähnliches Szenario gab es bereits am 16. Juli 2012, als schließlich 13 NPD-Sympathisanten die ganze Stadt in Aufruhr versetzten - nur dass diesmal die Kundgebung flach fiel.
Bereits am Nachmittag ab 15.30 Uhr hatten sich die ersten von schließlich rund 70 Gegendemonstranten am Großflecken eingefunden und ihre Transparente entrollt. Dabei kam es wie im vergangenen Jahr zu einem bunten Bündnis: Der CDU-Ratsherr Refik Mor zeigte ebenso Flagge wie die Landtagsabgeordneten Kirsten Eickhoff-Weber (SPD), Angelika Beer und Wolfgang Dudda (beide Piraten), Linke, Grüne, türkische Vereine, Gewerkschaften, Moscheen und die Kirche. Über soziale Netzwerke wie Facebook hatte es verschiedene Aufrufe zum Protest gegen den NPD-Aufmarsch gegeben. Der war unter dem Motto "Asylflut und Eurowahn stoppen - NPD in den Bundestag" angekündigt worden.

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