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Holsteinischer Courier

19. Oktober 2017 | 18:55 Uhr

Sturm und Hagel : Notrufe im Minutentakt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Feuerwehr, Polizei und Autobahnpolizei hatten über Weihnachten bis gestern Morgen einiges zu tun / Zwei Verletzte bei Unfällen

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2016 | 07:30 Uhr

Neumünster | Starkregen, Hagel und Orkanböen haben über Weihnachten bis zum gestrigen Vormittag für Dutzende Einsätze von Feuerwehr, Polizei und Autobahnpolizei gesorgt. Bei zwei Verkehrsunfällen wurden bereits an Heiligabend zwei Menschen verletzt.

Der erste Unfall ereignete sich gegen 19.10 Uhr kurz hinter dem Bordesholmer Dreieck auf der A215. Der Fahrer (32) eines Renaults kam mit seinem Fahrzeug nach einem kräftigen Hagelschauer auf glatter Fahrbahn nach rechts ab, überfuhr einen Leitpfosten und überschlug sich. Er wurde verletzt in die Uni-Klinik nach Kiel gebracht. Nur vier Minuten später rammte ein Däne (41) auf der A7 zwischen Neumünster-Nord und Bordesholm ebenfalls wegen der glatten Fahrbahn die Mittelleitplanke und blieb mit seinem Auto auf der rechten Fahrspur stehen. Seine Beifahrerin (25) wurde verletzt, sie kam ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus. In beiden Fällen liegt der Sachschaden laut Polizei bei 5000 bis 6000 Euro.

Der immer stärker werdende Wind beschäftigte dann die Einsatzkräfte vor allem am zweiten Weihnachtsfeiertag. Polizeisprecher Rainer Wetzel berichtete gestern von insgesamt 44 Einsätzen für Polizei und Autobahnpolizei innerhalb von 18 Stunden. Notrufe gingen zeitweise im Minutentakt ein. So fielen gegen 17.55 Uhr Bretter von einem Vordach an der Wasbeker Straße, um 19.22 Uhr stürzte ein Baum am Berliner Platz auf die Straße, um 19.29 Uhr rollte ein Anhänger führungslos auf die Kolberger Straße, um 19.42 Uhr purzelten Dachpfannen von einem Haus an der Alemannenstraße. Um 19.55 Uhr kippte ein Altkleider-Container auf die Dithmarscher Straße und um 20.11 Uhr ein Container auf den Rudolf-Weißmann-Platz. Auf der A7 zwischen Großenaspe und Bad Bramstedt hielten am Abend mehrere Baustellenschilder dem Sturm nicht stand und wehten auf die Fahrbahnen. Einige Autos und Laster überfuhren sie und wurden dabei beschädigt. Die A7 war daher zeitweise gesperrt. Verletzt wurde niemand. „Hinzukamen noch einige Einsätze, bei denen die Kollegen Äste oder andere Schilder und Gegenstände von den Straßen und Wegen räumten“, erklärte Rainer Wetzel.

Die Berufsfeuerwehr meldete neben 133 Rettungsdiensteinsätzen und fünf kleineren Bränden über die Feiertage zusätzlich fünf Sturmeinsätze. Der aufwendigste wurde gestern Morgen ab 8 Uhr abgearbeitet. Mitarbeitern des Technischen Betriebszentrums war an der Kaiserstraße ein mit Folie eingehülltes Baugerüst aufgefallen, das auf die Straße zu kippen drohte. Sie informierten Feuerwehr und Polizei, die die Straße vor der Zufahrt zum Parkhaus der Holsten-Galerie absperrten. Vom Teleskopmast aus schnitten zwei Feuerwehrleute die Folie auf und sicherten anschließend das Gerüst. Die Kaiserstraße war für rund zwei Stunden für den Verkehr gesperrt.

Im Umland gab es wenige Einsätze. Die Heidmühlener Wehr hatte am Montag zwischen 19.30 und 20.30 Uhr einen Einsatz. In Richtung Waldesruh war eine Buche abgebrochen und auf die Straße gefallen. Es gab jedoch keine weiteren Schäden. Gestern Morgen gegen 6.30 Uhr mussten die Aktiven jedoch noch drei Mülltonnen auf einem Privatgrundstück löschen. Die waren wegen nicht durchgekühlter Kaminasche in Brand geraten.

Außerdem mussten Aukruger Wehrleute sich um zwei umgestürzte Bäume auf der Bundesstraße 430 kümmern, einmal zwischen Heidehaus und Boxberg und einmal auf der Erhard-Koopmann-Brücke.

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