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Neumünster : Note „befriedigend“ für die Brücken

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Fünf kleinere Fußgängerbrücken sollen komplett erneuert werden . Neubau der Stör-Brücke an der Altonaer Straße kommt erst 2019

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erstellt am 21.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Rund 60 Brücken gibt es in Neumünster, die die Stadt als Baulastträger unterhalten muss. Die Bauwerksakten, in denen die Daten und Unterhaltungsmaßnahmen verzeichnet sind, füllen im Stadthaus bei Lorenz Ebeling eine große Regalwand. Der Diplom-Ingenieur ist bei der Verwaltung für die Brücken und Gewässer zuständig und sagt: „Die Masse der Brücken ist in einem befriedigenden Zustand.“

32 Brückenbauwerke und damit das Gros tragen diese Note. Alle drei Jahre werden die Brücken von einem externen Büro untersucht und jährlich von der Stadt einer Sichtprüfung unterzogen. Kriterien für die Beurteilung von Schäden sind die Standsicherheit, die Verkehrssicherheit und die Dauerhaftigkeit.

Das Ergebnis der Prüfung wird in einer Note zusammengefasst. Die Top-Note „sehr guter Zustand“ hat nur die Brücke am Staatshof über den Aalbek, vier Brücken wird ein „guter Zustand“ bescheinigt, die Note „ausreichend“ erhalten zurzeit 15 Brücken. Acht Bauwerke fallen mit „nicht ausreichender Zustand“ durch das Raster. Die schlechteste Bewertung „ungenügender Zustand“ bekommen drei Brücken: die am Tasdorfer Weg über den Dosenbek, die Brücke „Waldwiesen“ am Brachenfelder Gehölz über die Schwale und am Krogredder in Gadeland über die Stör.

Letztere gehört zu den fünf kleineren Brücken, die demnächst komplett erneuert werden müssen. Die vier anderen sind die Querung Störwiesen über die Stör, der Fußweg bei der Schleusau/Schützenstraße, wo ein Tau provisorisch den verrotteten Handlauf hält, die kleine Fußgängerbrücke über den Klostergraben in Rencks Park sowie die Brücke über den Dosenbek ins Brachenfelder Gehölz nahe der Ascheberger Bahn.

Instand gesetzt werden soll daneben die Schwalebrücke an der Parkstraße bei der Klaus-Groth-Schule. Hier ist nicht nur ein neues Geländer fällig, auch der Beton am Gesims, die Unterseite des Gewölbes und der Gehwegbelag müssen erneuert werden.

Ein Dauerbrenner ist die seit langem fällige Erneuerung der Bogenbrücke an der Altonaer Straße über die Stör. Die Brücke aus dem Baujahr 1860/70 wurde 1934 und 1958 jeweils verbreitert und weist umfangreiche Schäden an allen Teilbauwerken auf. Die Last ist deswegen auch auf Fahrzeuge bis höchsten 30 Tonnen begrenzt.

„Für die Erneuerung ist der Abbruch der alten Brücke und das Fällen einzelner Alleebäume nötig“, sagt Lorenz Ebeling. Der Vorteil: Die Altonaer Straße müsste für die Bauzeit nicht komplett für den Pkw-Verkehr gesperrt werden. „Den Lkw-Verkehr müssen wir allerdings raushalten und umleiten“, sagt Ebeling. Der Entwurf für den Neubau soll voraussichtlich im Sommer 2018 vorliegen, mit dem Bau werde aber wohl erst 2019 begonnen. Ebeling: „Es soll erst der Abschluss der sechsspurigen Erweiterung der Autobahn 7 abgewartet werden.“

Neumünsters kleinste Brücke ist die fünf Meter lange und zwei Meter breite Holzbrücke über den Klostergraben. Die Max-Johannsen-Brücke misst zwischen beiden Widerlagern stolze 480 Meter. Da es sich bei ihr um eine Bundesstraße (B 430) handelt, ist hier der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr zuständig und nicht die Stadt. Ähnliches gilt für die geplanten Brückenbaumaßnahmen an der Wasbeker Straße und der Bahnhofstraße. Stadtbaurat Thorsten Kubiak: „Zuständig ist hier die Deutsche Bahn.“ Und die hat die Vorhaben vorerst verschoben auf die Jahre 2020/21 (Wasbeker Straße) und 2022/23 (Bahnhofstraße).

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