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Aukrug : Nortorf übernimmt den Aukruger Friedhof

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Finanzielle Erwägungen gaben den Ausschlag für diese Entscheidung.

von
erstellt am 29.Jan.2016 | 09:15 Uhr

Aukrug | Die Kirchengemeinde Nortorf hat die Trägerschaft für den Aukruger Friedhof übernommen. Seit 2013 wird der Gottesacker in Innien bereits kommissarisch von Nortorf aus verwaltet. Bis 1912 hatten die Aukruger Dörfer zur Kirchengemeinde Nortorf gehört. 104 Jahre nach der Unabhängigkeit der Kirchengemeinde Aukrug werden die Beziehungen zur ehemaligen Mutter-Kirche nun also wieder intensiviert.

„Im kirchlichen Bereich wird es ohnehin in Zukunft immer mehr Regionalisierungen geben, und das ist jetzt ein Schritt in diese Richtung“, sagt die Nortorfer Pastorin Anna Trede über die Übernahme des Aukruger Friedhofs. „Wir sind ja nur ein kleiner Dorffriedhof, und darum haben wir das Angebot aus Nortorf gern angenommen, denn so sind wir in puncto Personal auf der sicheren Seite“, erklärt Aukrugs Pastorin Christina Leykum. „Trotzdem ist das für uns natürlich ein großer Schritt.“ Im Kirchengemeinderat sei lange über die nun geschlossene Vereinbarung diskutiert worden. „Mir persönlich ist diese Entscheidung sehr schwer gefallen“, meint die stellvertretende Vorsitzende des Aukruger Kirchengemeinderats, Elke Rixen. „Da muss man sich jetzt erstmal dran gewöhnen“, sagt Heidemarie Seider, die Aukrug ab sofort im Friedhofsausschuss der Kirchengemeinde Nortorf vertreten wird.

„Die Aukruger könnten nun einen Teil ihrer Identität angegriffen fühlen, aber hinter dieser Entscheidung stehen knallharte finanzielle Erwägungen“, gibt Nortorfs Kirchengemeinderats-Chef, Hans Lothar Kaempfe, zu bedenken. „Gnutz als Teil unserer Kirchengemeinde ist ja gleich um die Ecke, wir in Nortorf sind auch nur zehn Kilometer entfernt, wir haben einen relativ großen Friedhof, und unbewusst mag die Geschichte auch eine Rolle gespielt haben“, zählt Anna Trede Gründe dafür auf, warum sich Nortorf als Ansprechpartner für die Aukruger anbot – eher als zum Beispiel Neumünster oder Hohenwestedt. „Der alte und der neue Friedhof in Nortorf und der Aukruger Friedhof sind für uns jetzt eins – wir betreuen alle drei gleichermaßen“, betont Friedhofsverwalter Heinz-Jürgen Schafranski (Telefon 04392/2192 oder 0171-9175374).

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