Friedrich-Ebert-Krankenhaus : Norovirus-Welle im FEK ebbt ab

Die Hygienefachkräfte Ellen Reichow und Roman Kriegs desinfizieren sich im Eingangsbereich des Krankenhauses die Hände, um Infektionen vorzubeugen.
Foto:
Die Hygienefachkräfte Ellen Reichow und Roman Kriegs desinfizieren sich im Eingangsbereich des Krankenhauses die Hände, um Infektionen vorzubeugen.

Rund 20 Erkrankte werden derzeit im FEK behandelt. Das Gesundheitsamt lobt die Hygienearbeit des Personals.

von
23. Januar 2015, 16:15 Uhr

Neumünster | In den Wintermonaten haben Brech-Durchfall-Erkrankungen Hochsaison. Auch im Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) liegen derzeit rund 20 Patienten, die mit dem meldepflichtigen Norovirus infiziert sind.

Die Welle ist allerdings rückläufig. Zeitweise lag die Zahl bei 40 Kranken, bestätigt das Gesundheitsamt. „Der Berg ist überschritten, und das FEK hat super reagiert“, lobt dessen Leiterin Dr. Alexandra Barth, die mit ihren Mitarbeitern dem Krankenhaus  beratend  zur Seite steht. Da es sich um ein hoch ansteckendes Virus handle, sei es wichtig, gesteigerte Hygienemaßnahmen zu ergreifen, die über das normale Maß hinausgingen, erklärt sie.

Verantwortlich sind dafür in erster Linie drei speziell ausgebildete Hygienefachkräfte im FEK. „Unsere Aufgabe ist es, Infektionen in allen Bereichen des Krankenhauses vorzubeugen. Dazu gehört im Fall des Norovirus vor allem, dass sowohl die Erkrankten als auch die Patienten, die mit ihnen in Kontakt gekommen sind, vorübergehend isoliert werden. Die Zimmer dürfen nur mit einem Mund-Nasen-Schutz, einem Schutzkittel und Handschuhen betreten werden“, erklärt Mitarbeiter Roman Kriegs. Stopp-Schilder vor der Tür weisen zudem auf den infizierten Patienten hin.

Um die Gefahr einer Ansteckung deutlich zu reduzieren, werden die Patienten auch nach dem Abklingen der Symptome noch 48 Stunden isoliert. Bei den Besuchern sorge das manchmal für Unmut, sei aber unabdingbar, wirbt  FEK-Sprecherin Maren von Dollen um Verständnis. Auch Angehörige, die unter einem Magen-Darm-Infekt leiden, sollten sich mit einer Stipp-Visite im Krankenhaus ein wenig Zeit lassen. „Wenn ich erkrankt bin und nach einem Tag ohne Symptome meine Oma im Krankenhaus besuche, dann ist das zwar gut gemeint, aber nicht gut gemacht“, sagt Maren von Dollen.

Dass die Norovirus-Fälle derzeit geballter auftreten als sonst, ist für die FEK-Sprecherin nichts Ungewöhnliches. „Es handelt sich zu dieser Jahreszeit um einen üblichen Virus, der von außen in das Krankenhaus hineingetragen wird“, sagt sie. Verhindern lasse sich das nicht, bestätigt auch Alexandra Barth: „Die Patienten können erst isoliert werden, wenn die Krankheit auftritt – und dann haben sie häufig schon andere Personen angesteckt. Um das zu vermeiden, müsste man  ein Krankenhaus voller Einzelzimmer haben.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen