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Weihnachtsbaum : Nordmanntanne bleibt der Klassiker

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bäume aus Kunststoff holen auf. Lichterketten haben Kerzen den Rang abgelaufen. Beim Baum in letzter Minute wird’s knapp

Neumünster | Die Neumünsteraner halten es zu Weihnachten konservativ. Zumindest beim Weihnachtsbaumkauf muss es  der Klassiker sein – und das ist seit Jahren schon die Nordmanntanne.   Wer noch keinen Baum für die gute Stube hat, sollte sich sputen, denn in den Gärtnereien und Baumärkten ist das Angebot schon sehr  ausgedünnt.

Bei der Gärtnerei Lassen in Tungendorf standen gestern noch fünf von einst 150 Bäumen. Gestartet war der Verkauf  am 12. Dezember. „Wir verkaufen  fast ausschließlich heimische Nordmanntannen an Stammkunden. Ganz selten, dass mal jemand nach einer Blaufichte fragt“, sagte Christian Lassen. Die hielten zwar auch lange, hätten aber „bissige Nadeln“.

Jan Paulwitz vom gleichnamigen Gartenbaubetrieb in Tungendorf-Dorf bestätigt den Trend. „Die Nordmanntanne ist der Klassiker auch in Neumünster“, sagte er. Paulwitz vermarktet ausschließlich Bäume, die in Schleswig-Holstein produziert werden. Die Preisspanne liegt bei 8 bis 15 Euro je Meter.  Nadelbäume mit Ballen produziert und verkauft Paulwitz ganzjährig. Auch sie finden zu Weihnachten ihre Liebhaber, wenn auch nicht so viele wie die  gesägten Bäumen. Der Vorteil der regelmäßig umstochenen Bäume: Sie nadeln nicht, können ins Freie gepflanzt werden und wachsen dort auch an.

Bei den Hagebaumärkten Wigger an der Boostedter und Kieler Straße fährt man im Weihnachtsbaumgeschäft dreigleisig. Bei Schnittbäumen begann die Belieferung – auch hier ausschließlich aus der Region – bereits am 19. November. „Getopfte Bäume sind schon seit Oktober im Handel“, sagte Arne Lembke, der Marktleiter an der Boostedter Straße. Auch hier wird es schwer, noch einen Last-Minute-Baum zu ergattern. Gerade einmal fünf Exemplare verloren sich gestern im großen Gartencenter.

Das Geschäft läuft gut, konkrete Zahlen nannte Lembke aber nicht: „Wir haben so viele Bäume verkauft, dass theoretisch jeder Haushalt aus Gadeland und Wittorf einen Baum bei uns hätte erstehen können.“ In Tungendorf gebe es noch etwas Auswahl. 2014 waren nach dem Fest einige unverkaufte Bäume als Futter zum Tierpark gewandert. „Wir haben zehn Prozent mehr verkauft als 2014“, so Lembke. Das regnerische Wetter spielte dem Baumarkt in die Karten. Im Gartencenter stehen die Bäume kühl und kommen trocken ins Auto, sagte  Yvonne Schultze aus der Gartenabteilung.  „Für uns ist das  ein wichtiger Geschäftszweig.  Die Tanne ist übers Jahr die bestverkaufte Pflanze im Gartencenter“, so Lembke.

Auch bei künstlichen Weihnachtsbäumen läuft der Verkauf gut . „Sie müssen aber schon aussehen wie echte“, sagte die Verkäuferin Susanne Voß.  Bis zu 300 Euro kostet so ein künstlicher Baum mit Beleuchtung. „Aber das hat man ja schnell wieder raus“, so Susanne Voß.   Sie schätzt, dass die Kunstbäume bei Wigger schon einen Zehn-Prozent-Anteil haben. Bei den Leuchten geht der Trend klar zur elektrischen Lichterkette und weg von Kerzen.

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erstellt am 22.Dez.2015 | 18:38 Uhr

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